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ARTIKELDETAILS

Ulrike Senger (Hg.)
Ulrike Senger, Bettina Caspary, Peter Zervakis

Diversität und Hochschulen

Einzelner Beitrag

2021, 43 Seiten

Band-Nr.: 6

Reihe: Promovieren neu gestalten

Artikelnummer: 6004647w135

Creative Commons Lizenzvertrag
Diversität und Hochschulen von Bettina Caspary; Peter Zervakis; Ulrike Senger steht unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.
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DOI: 10.3278/6004647w135

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Beschreibung

Die hochschulpolitischen Bemühungen um die Verringerung der Studienabbruchquoten setzen sowohl bei deren Ursachenforschung als auch bei deren Streben nach Abhilfe häufig bei der Diversität der Studierenden als defizitärem Konzept in Abweichung von der Norm an. Der Erfolg der Diversitätsmaßnahmen soll folglich daran gemessen werden, inwiefern es gelingt, diverse Studierende mit Unterstützungsangeboten zum Studienerfolg zu führen. Dabei kann nicht nur bei den Studierenden in Vergessenheit geraten, dass Diversität im Humboldtschen Hochschul- und Bildungskonzept doch per se angelegt und im Grundsatz positiv konnotiert ist. Denn die Freiheit von Forschung und Lehre, das kreative Miteinander und Entwickeln neuer Ideen und Gedanken, die Inspiration in der Vielfalt der akademischen Gemeinschaft, die Ausprägung der wissenschaftlichen Redlichkeit als respektvoller Umgang mit dem Anderen, die Persönlichkeits- und Charakterbildung der Studierenden wie des wissenschaftlichen Nachwuchses machen Diversität zu einem unverzichtbaren Fundament von Hochschule und Wissenschaft.

 

Damit kommt einer diversitätsachtenden Führungskultur im Humboldtschen Selbstverständnis nicht nur eine besondere Bedeutung für die Authentizität des Bildungs- und Wissenschaftshandelns im Dienste der Gesellschaft zu. Vielmehr ist diese für die Einordnung der Unterstützungsangebote für diverse Studierende in den hochschulischen Kontext, wie diese vor allem in der Studieneingangsphase bereitgestellt werden, entscheidend. Damit sollten diese nicht, wie es die Fülle der Einzelmaßnahmen möglicherweise annehmen lassen könnte, als Nachhilfe zum Ausgleich schulischer Wissenslücken missverstanden werden, sondern als methodischer Anknüpfungspunkt - als Hilfe zur Selbsthilfe - zur Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit diverser Studierender zum Forschen(den) Lernen, das Selbstorganisation und -reflexion miteinschließt, betrachtet werden. Diese Auffassung von Bildung durch Wissenschaft als ganzheitlicher Persönlichkeitsbildung deckt sich mit dem Anspruch der Kompetenzbildung des Europäischen wie des Deutschen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen und ist ebenfalls im Qualifikationsrahmen für Deutsche Hochschulabschlüsse zugrunde gelegt.

 

Die Sinnstiftung quantitativer Bestandsaufnahmen wie qualitativer Bedarfsanalysen zu diversen Studierenden und Promovierenden, wie im vorliegenden Beitrag vorgestellt, legt die Verankerung in diesen Bezügen nahe. Denn die Good-Practice-Projekte des Qualitätspakts Lehre und seines Nachfolgeprogramms "Innovation in der Hochschullehre" erfüllen grundsätzlich den hochschulischen Bildungsanspruch Humboldtscher Prägung im 21. Jahrhundert. Dabei sind die Hochschulen einer kompetenzorientierten Lern- und Lehrkultur nach den Qualitätsmaßstäben von Bologna verpflichtet, die sie im Balanceakt zwischen Studierfähigkeit und Studierbarkeit hochschuldidaktisch auszugestalten suchen. Die Wirksamkeit innovativer Lehre zur Erhöhung des Studienerfolgs einer heterogenen Studierendenschaft hängt maßgeblich von der Fortsetzung eines Kulturwandels zur "Hochschule als Ganzes" ab. In dieser entwickelt sich die Qualität einer diversitätssensiblen Hochschullehre als Wert an sich. Für Benachteiligung oder Diskriminierung von als "anders" wahrgenommenen Studierenden und anderen Hochschulangehörigen darf es dort keinen Platz geben. Dafür sensibilisieren sog. Diversity-Audits und insbesondere auch die Initiative "Diskriminierungsfreie Hochschule" der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.


Autor:in/Herausgeber:in

Akademische Direktorin PD Dr. Ulrike Senger ist Privatdozentin für Hochschulbildung an der Technischen Universität Dortmund und Leiterin verschiedener Pilot-Einrichtungen und Innovationsprojekte zu Studium, Promotion, wissenschaftlicher Weiterbildung, lebenslangem Lernen und Hochschuldidaktik.

 

Dr. Peter Zervakis ist stellvertretender Leiter des Projekts "MODUS - Mobilität und Durchlässigkeit stärken: Anerkennung und Anrechnung an Hochschulen", zuvor des Projekts "nexus - Übergänge gestalten, Studienerfolg verbessern" in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK).

 

Bettina Caspary ist Geschäftsführerin der Philosophischen Fakultät der Universität Passau und Mitglied des evangelischen Kirchenvorstands der Stadt Passau.

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