Bildungsgerechtigkeit und pädagogisches Handeln
Bildungsgerechtigkeit, so zeigt Stojanov, ist nicht primär eine Frage der Verteilung von Bildungsressourcen und Bildungsabschlüssen. Sie kann weder durch eine „leistungsgerechte" Verteilung dieser „Bildungsgüter" noch durch die kompensatorische Umverteilung von Bildungsressourcen herbeigeführt werden. Bildungsgerechtigkeit kann letztlich nur durch die Etablierung der Anerkennungsformen der Empathie, des Respekts und der sozialen Wertschätzung aller Schüler:innen im pädagogischen Handeln, vor allem im täglichen Unterricht, realisiert werden. Dieser Weg liegt jedoch nicht alleine in der Macht der einzelnen Lehrer:innen; er bedarf vielmehr tiefgreifender institutioneller Reformen. Zwei zentrale Reformen, die Abschaffung schulischer Selektion und die Einführung von selbstreflexiv-biografischer Arbeit als einer der Kernbestandteile von Lehrerausbildung, skizziert Stojanov abschließend.
Beiträge
5,00 €
Open Access
„[A]lso müssen wir versuchen, [die Schüler:innen] so anzuleiten, dass sie ihren Möglichkeiten entsprechend die bestmögliche Leistung bringen können“
Empirische Erkundungen und theoretische Vergewisserungen zur Konzeption von Bildungsgerechtigkeit im Ganztag
Open Access
Bildungsgerechtigkeit als Thema der Lehrkräftebildung
Anmerkungen und ein Vorschlag für eine Kompetenz „Bildungsgerechtigkeit“
15,00 €
Bildungsgerechtigkeit durch Diskriminierungssensibilität
Mehr als ein Randthema in der Lehrkräftebildung
7,00 €
16,00 €
14,00 €
Open Access
weitere Infos
Stojanov, Krassimir (2026). Bildungsgerechtigkeit und pädagogisches Handeln. SEMINAR, 32(3), 9-22. Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10.3278/SEM2603W002