Beurteilung mündlicher Mitarbeitsleistungen in der Schule (Teil I)
Eiko Jürgens zeigt in Teil I des Beitrags zur Bewertung mündlicher Leistungen, dass entsprechende Zensuren weder ein relevantes noch überhaupt ein lern- oder leistungsdiagnostisches Feedbackinstrument abgeben können. Prozesse des Lernens, Leistens, Prüfens, Bewertens und Beurteilens werden auf unwissenschaftliche Weise miteinander vermengt. Sie genügen weder den Kriterien der Durchführungsobjektivität noch der Auswertungs- und Interpretationsobjektivität, ebensowenig ist klar, wie was als mündliche Leistung genau gemessen werden kann. Trotz allen Ungenügens und letztendlich des Vertoßes gegen das, was wissenschaftlich haltbar ist und was Schule leisten soll, wird jedoch an solchen traditionellen Formaten wie dem der Bewertung mündlicher Leistungen festgehalten, um die selektive und disziplinäre Funktion von Schule und Unterricht aufrechterhalten zu können.
Beiträge
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Jürgens, Eiko (2026). Beurteilung mündlicher Mitarbeitsleistungen in der Schule (Teil I). SEMINAR, 32(3), 101-115. Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10.3278/SEM2603W009