Claus Duncker mit Verdienstorden ausgezeichnet
Engagement für Inklusion gewürdigt

Abbildung 1: Bundespräsident Steinmeier überreicht Claus Duncker das Bundesverdienstkreuz (© Bundesregierung/Jesco Denzel)
Im Rahmen seiner „Ortszeit“ in Stadtallendorf zeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am 20. März 2025 zehn Bürgerinnen und Bürger aus Hessen für ihr herausragendes gesellschaftliches Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland aus. Unter den Geehrten war auch Claus Duncker, langjähriger Vorstand der Deutschen Blindenstudienanstalt e. V. (blista).
In seiner Laudatio hob der Bundespräsident hervor, wie Claus Duncker als Pädagoge und Vorstand kreative und wirkungsvolle Wege gefunden habe, um Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe insbesondere für Menschen mit Blindheit und Sehbehinderung zu fördern. Sein Handeln prägte dabei vor allem den Bildungsbereich – von der Schule über die Berufliche Bildung bis zur Seniorenarbeit. Zahlreiche innovative Projekte gehen auf seine Initiative zurück – darunter neue weiterbildende Studiengänge in der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik, Konzepte für Erwachsenen-, Berufs- und Seniorenbildung sowie die „umgekehrte inklusive Beschulung“. Der heutige blistaCampus als inklusiver Lernort trägt maßgeblich seine Handschrift.
Auch nach seinem Ausscheiden als Vorstand bleibt Claus Duncker aktiv, etwa als Vorsitzender der Christoffel-Blindenmission, wo er sich für Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen im globalen Süden einsetzt. Patrick Temmesfeld, sein Nachfolger bei der blista, würdigte ihn als „Innovator und Impulsgeber“, dessen Wirken bis heute sichtbar sei.
Claus Duncker selbst zeigte sich dankbar für die Auszeichnung: „Es freut mich sehr, dass durch den Verdienstorden das Thema gleichberechtigte Teilhabe mehr Aufmerksamkeit erhält. Sich dafür einzusetzen, gemeinsam mit der Selbsthilfe, war für mich eine der prägendsten Erfahrungen meines Lebens.“