Temporäre Auslandsmobilität während der Promotion: Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie
Auslandsaufenthalte während der Promotion fördern den wissenschaftlichen Austausch und den Aufbau internationaler Netzwerke. Dieses Schlaglicht untersucht deshalb auf Basis von Daten der National Academics Panel Study (Nacaps) des DZHW, wie sich die temporäre promotionsbezogene Auslandsmobilität der Prüfungsjahrgänge 2020 bis 2024 im Zuge der Corona-Pandemie entwickelt hat. Die Ergebnisse zeigen insgesamt einen Rückgang der Auslandsmobilität: Während 21% der Promovierten des Prüfungsjahrgangs 2020 während ihrer Promotion im Ausland waren, sank der Anteil bis 2023 auf 11%. 2024 stieg die Mobilitätsrate wieder auf 16%, wobei diese Erholung vor allem auf männliche Promovierte zurückzuführen war. Auch zwischen den Fächergruppen zeigen sich Unterschiede, während Gastregionen, Aufenthaltsdauer und Aufenthaltszweck weitgehend stabil blieben. Die Befunde deuten somit auf eine teilweise Erholung nach dem Einbruch im Zuge der Corona-Pandmie hin. Ob die Auslandsmobilität künftig wieder das vorpandemische Niveau erreicht, bleibt jedoch offen.
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Muschik, M. L., Schiffer-Fiedler, I., & Schädlich, F. B. (2026). Temporäre Auslandsmobilität während der Promotion: Entwicklungen im Zuge der Corona-Pandemie. In N. Netz, N. Knüttgen, M. Osterburg, J. Kercher, & I. Fuge (Hg.), Wissenschaft weltoffen 2026. Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland und weltweit (S. 104-107). wbv. https://doi.org/10.3278/7004002yw004