Vom englischsprachigen Hörsaal in den deutschen Arbeitsmarkt: Ergebnisse des ESDA-Projekts
Englischsprachige Studiengänge erleichtern internationalen Studierenden den Zugang zu einem Studium in Deutschland und können dadurch auch einen Beitrag zur Gewinnung internationaler Fachkräfte leisten. Das Forschungsprojekt „Englischsprachige Studiengänge - deutscher Arbeitsmarkt" (ESDA) untersucht, unter welchen Bedingungen sich dieses Potenzial entfalten kann. Grundlage sind Interviews mit Hochschulleitungen, Studiengangverantwortlichen, Hochschulmitarbeitenden und internationalen Alumni und Alumnae sowie eine Analyse englischsprachiger MINT-Studienangebote. Die Ergebnisse zeigen, dass englischsprachige Studienangebote den Studieneinstieg erleichtern, Deutschkenntnisse im weiteren Studienverlauf jedoch zunehmend an Bedeutung gewinnen. Sie sind insbesondere für soziale Integration, Praxiserfahrungen und den Übergang in den deutschen Arbeitsmarkt relevant. Zugleich bestehen Herausforderungen bei Zulassung, Betreuung und Sprachförderung sowie beim Zugang zu beruflichen Netzwerken und Praxiserfahrungen. Die Befunde verdeutlichen, dass das Potenzial englischsprachiger Studiengänge nicht allein von der Rekrutierung internationaler Studierender abhängt. Entscheidend ist vielmehr, wie Studiengestaltung, Deutscherwerb, Unterstützungsangebote und Arbeitsmarktvorbereitung miteinander verbunden werden.
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Oberschelp, A., & Jaudzims, S. (2026). Vom englischsprachigen Hörsaal in den deutschen Arbeitsmarkt: Ergebnisse des ESDA-Projekts. In N. Netz, N. Knüttgen, M. Osterburg, J. Kercher, & I. Fuge (Hg.), Wissenschaft weltoffen 2026. Daten und Fakten zur Internationalisierung von Studium und Forschung in Deutschland und weltweit (S. 124-127). wbv. https://doi.org/10.3278/7004002yw005