Status quo der Versorgungssituation der Rehabilitation bei Menschen mit Sehbeeinträchtigung und mögliche Perspektiven
Sehbeeinträchtigungen führen häufig zu erheblichen Einschränkungen der Selbstständigkeit, Lebensqualität und sozialen Teilhabe. Trotz eines klar geregelten Rehabilitationsanspruchs bestehen in Deutschland deutliche Versorgungslücken, insbesondere für Erwachsene und ältere Menschen. Die bestehenden Angebote sind fragmentiert, überwiegend monomodular und regional ungleich verteilt. Insbesondere fehlen flächendeckende ophthalmologische Rehabilitationsstrukturen sowie wohnortnahe, interdisziplinäre Module wie O&M- und LPF-Schulungen. Der DBSV und der DVfR-Fachausschuss „Rehabilitation bei Blindheit und Sehbehinderung" arbeiten daher an Konzepten zur systematischen Bedarfserhebung, zur Entwicklung eines ICF-basierten Assessments, an Lotsenmodellen in der Ophthalmologie sowie an Strategien zur Fachkräftesicherung. Ein modularer, niedrigschwelliger und kontinuierlicher Rehabilitationsansatz ist notwendig, um Teilhabebarrieren abzubauen, Pflegebedürftigkeit zu vermeiden und den Erhalt von Erwerbsfähigkeit zu sichern.
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Lauber-Pohle, Sabine, Möller, Christiane, Kolbe, Oliver, Schrage, Norbert & Kunert, Kathleen (2026). Status quo der Versorgungssituation der Rehabilitation bei Menschen mit Sehbeeinträchtigung und mögliche Perspektiven. blind-sehbehindert, 146(1), 6-15. Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10.3278/BSB2601W002