Blindes Vertrauen
Ein Erfahrungsbericht über inklusives Kajakfahren
Die Carl-Strehl-Schule der blista in Marburg verfügt über ein vielfältiges Fahrtenkonzept, das Schülerinnen und Schülern mit Sehbeeinträchtigung Zugang zu abwechslungsreichen Lern- und Bewegungserfahrungen ermöglicht. Ein zentraler Bestandteil ist das Wassersportprojekt der Jahrgangsstufe 8 am Edersee, bei dem Kanufahren eine wesentliche Rolle spielt. Da Kanufahren in Deutschland eine Randsportart ist, verfügen Lernende in der Regel über wenig Vorerfahrung. Dadurch entstehen im inklusiven Setting weitgehend gleiche Ausgangsbedingungen, sodass alle Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen gemeinsam und auf Augenhöhe erwerben können. Dieses gemeinsame Anfängerlevel fördert ein Gefühl von Chancengleichheit und schafft ein Lernumfeld, in dem motorische, soziale und emotionale Fähigkeiten gleichermaßen entwickelt werden. Fragen nach der Sicherheit blinder Schülerinnen und Schüler im Kajak begegnet die Schule durch eine sorgfältige Vorbereitung: Im Schwimmbad werden zunächst grundlegende Kompetenzen sowie Vertrauen in Boot und Ausrüstung aufgebaut, inklusive Kentern und Aussteigen unter Anleitung. Der Beitrag zeigt, wie ein durchdachtes methodisches Vorgehen sichere und selbstbestimmte Teilnahme am Kanufahren ermöglicht und damit inklusive Bildungsziele praktisch umsetzt.
Beiträge
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Magel, Lisa & Mahnke, Tobias (2026). Blindes Vertrauen: Ein Erfahrungsbericht über inklusives Kajakfahren. blind-sehbehindert, 146(1), 46-50. Bielefeld: wbv Publikation. https://doi.org/10.3278/BSB2601W007