Friederike Arning

Bericht von der 9. Arbeitstagung des VBS-AK 2. Ausbildungsphase

Austausch zu aktuellen bildungspolitischen Themen

Friederike Arning

Die beiden neuen Leitungen des AK 2. Ausbildungsphase, Silvia Scheipers und Florian Hilgers, im Gespräch.

Abbildung 1: Foto der Leitungen

Am 20./21.09.2024, dem letzten sommerlichen Wochenende des Jahres, traf sich nach drei Jahren zum ersten Mal wieder live der Arbeitskreis „zweite Ausbildungsphase“, ein Zusammenschluss von Ausbilderinnen und Ausbildern an den Studienseminaren, die angehende Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst oder Referendariat begleiten.

In den von Gastgeberin Marianne Briesemann liebevoll vorbereiteten Räumlichkeiten der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neuwied ging es zunächst um die aktuellen Herausforderungen in der Ausbildung.

Wieder einmal zeigte sich die große Heterogenität zwischen den Bundesländern – sowohl in den Ausbildungssettings zwischen Inklusion und Einsatz im Unterricht an einer Förderschule im Schwerpunkt Sehen als auch in der Ausgestaltung der Seminare. Deren Ausbildungscurricula bewegen sich zwischen hoch spezifischen förderschwerpunktbezogenen und allgemeinen förderpädagogischen Formaten.

Der akute Lehrkräftemangel als allgemeine Herausforderung zeigt sich bereits in der 2. Ausbildungsphase, die Zahlen der Lehramtsanwärterinnen und -anwärter schwanken stark zwischen den Bundesländern.

Diesem Mangel an ausgebildeten Lehrkräften für Sonderpädagogik wird durch unterschiedliche Formate wie Quer-, Seiten- und Direkteinstieg ins Lehramt begegnet, teilweise unter Aufgabe von Qualität und förderschwerpunktspezifischer Ausbildung. Der Arbeitskreis sieht dieses Schwinden der Fachexpertise sehr kritisch.

Silvia Scheipers (Gelsenkirchen) referierte anschließend fundiert und anschaulich über exekutive Funktionen und stellte ihre Umsetzungsideen in der Seminarausbildung vor. Mit viel Spaß konnten die umfangreichen Informationen durch zahlreiche praktische Übungen im Gedächtnis verankert werden.

Der Tag klang aus mit einer Nachtwächterführung sowie einem genüsslichen Abendessen in Koblenz.

Katrin Bluhm (Köln) stellte am Vormittag das „Zürcher Ressourcen Modell (ZRM)“ vor, das sie bereits sehr erfolgreich im nicht bewerteten Coachingteil der Ausbildung einsetzt. Das ZRM ist eine erprobte Methode zur gezielten Entwicklung von Handlungsspielräumen. Auch weniger bewusste Bedürfnisse werden durch Bilder einbezogen, um Ressourcen zu aktivieren. Die Teilnehmenden konnten im Zeitraffer das Programm durchlaufen und wertvolle Impulse für die eigene Arbeit mitnehmen.

Die langjährige Leiterin des AK Barbara Wahl gab durch andere berufliche Schwerpunktsetzung bedingt den Posten ab, dem sich ihre Stellvertreterin Friederike Arning anschloss, sodass in Neuwied Neuwahlen zur AK-Leitung stattfanden.

Vielen Dank, liebe Barbara, für deinen unermüdlichen, hartnäckigen und immer ausgleichenden Einsatz für die Interessen unseres Arbeitskreises im VBS.

Völlig unkompliziert und per Akklamation wurden Silvia Scheipers (Gelsenkirchen) als neue Leitung und Florian Hilgers (Schleswig) als Stellvertretung gewählt.

Die diesjährige Tagung endete mit einem sehr konstruktiven Austausch zu einer weiteren Online-Veranstaltung für Studierende. Diese wird eine Fortsetzung des Online-Treffs „Wohin ins Ref?“ am 01.04.2025 sein, weitere Informationen und Zugangsdaten sind auf der Homepage des VBS e. V. zu finden. (https://www.vbs.eu/de/aktuelles-veranstaltungen/veranstaltungen-tagungen/)

Gruppenfoto der Teilnehmenden an der AK-Tagung in Koblenz. Im Hintergrund sind der Schängelbrunnen und das Koblenzer Rathaus zu sehen.

Abbildung 2: Gruppenfoto der Teilnehmenden

Friederike Arning

Rektorin am Studienseminar GHRF

Bad Vilbel