GeistesBerufseinstiegsverläufe von Absolvent:innen der Geisteswissenschaften
Vor dem Hintergrund einer hohen gesellschaftlichen Relevanz geisteswissenschaftlicher Fächer analysiert dieser Beitrag die Berufseinstiegsverläufe von Geisteswissenschaftler:innen mit Daten der 4. Sächsischen Absolventenstudie. Grundlegende Merkmale können bestätigt werden: Geisteswissenschaftler:innen haben längere Übergänge in den Arbeitsmarkt (50 % direkt beschäftigt, nach 3 Jahren 80 %), höhere Erwerbslosigkeit und Schwierigkeiten bei Stellensuchen. Sie nutzen häufig Beratungsangebote und arbeiten häufiger in fachfremden Bereichen. Mittelfristig verringern sich die Unterschiede zu anderen Fächergruppen, jedoch bleiben Gehalt und Aufstiegschancen geringer. Langfristig - nach über zehn Jahren - berichten 80 bis 90 % von einer hohen Zufriedenheit, auch wenn weiterhin Gender-Pay- und Care-Gaps bestehen. Für gelingende Übergänge in den Beruf sind eine studienbegleitende Berufsorientierung und bei Bedarf die Inanspruchnahme professioneller Beratung von Vorteil.
Beiträge
6,00 €
Mit dem Vorhang zu mehr Chancengleichheit
Strukturelle „Fallen“ und Verhaltensdesign in der Berufsberatung
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Eigenverantwortung, Kompetenzaufbau, Profilbildung
Geisteswissenschaftler:innen auf dem Weg in den Beruf
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Beratung von Geisteswissenschaftler:innen im Jobcenter
Integrationsarbeit zwischen Fachidentität, Aktivierungslogik und Arbeitsmarktstruktur
8,00 €
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4,00 €
4,00 €
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weitere Infos
Bleich, Ingo (2026). GeistesBerufseinstiegsverläufe von Absolvent:innen der Geisteswissenschaften. dvb forum, 65(1), 33-40. Bielefeld: wbv Publikation. DOI: https://doi.org/10.3278/DVB2601W005