Zeitschrift SEMINAR

Die Zeitschrift SEMINAR versteht sich als Plattform für die Diskussion von Schlüsselthemen einer zukunftsweisenden Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern, die ihre Qualität aus der professionellen Verbindung von theoretischen Grundlagen der Forschung mit der intensiven Vorbereitung auf eine reflektierte Praxis des alltäglichen Schullebens bezieht.

Der Fokus der Zeitschrift liegt auf der Akzentuierung von Forschungen, grundlegenden Überlegungen und Praxiskonzepten zu einer mehrphasigen Ausbildung von Lehrkräften aller Schultypen, insbesondere im Rahmen des Vorbereitungsdienstes an Einrichtungen wie z.B. Studienseminaren, Landesinstituten und Zentren für Lehrer:innenbildung.

Die Zeitschrift Seminar erscheint vierteljährlich mit einer Auflage über 2.000 Exemplaren und wird herausgegeben vom Bundesarbeitskreises Lehrerbildung e.V. (bak).

Call for PapersSEMINAR 3/22

Beobachtung und Beurteilung von Lehr-Lernprozessen

Mit der Benennung von Lehrkräften als "Fachleute(n) für das Lehren und Lernen" in den KMK-Standards für die Lehrerbildung (2004/2019) nimmt die Qualität von Unterricht als Gradmesser für die berufliche Qualität von Lehrkräften eine herausgehobene Stellung in der Berufsqualifikation ein. Aus Sicht der empirischen Wende in den Bildungswissenschaften ist hierbei die Wirksamkeit von Lehr- und Lernprozessen ein zentrales Element, für dessen Bestimmung eine Vielzahl von Kriterien und Variablen genannt werden wie zum Beispiel Tiefendimensionen des Unterrichts, Core-Practices oder wirksame Faktorenbündel, wie sie sich aus Metanalysen herauslesen lassen.

Fragen, die im Themenschwerpunkt u.a. eine Rolle spielen können, sind:

  • Wie kann eine Lehrkraft systematisch eine Lernwirksamkeit im Unterricht realisieren?
  • Woran kann sie im Nachgang festmachen, dass ihre Bemühungen erfolgreich waren?
  • Wie kann Unterrichts-Reflexion zur Aufdeckung von Lernwirksamkeit beitragen und zugleich dem Kompetenzaufbau von Lehrenden dienen?
  •  Wie lassen sich die Lernenden als Feedback-Gebende einbinden, um Lernprozesse sichtbar zu machen (vgl. Hattie)?
  • Wie lassen sich in Bewertungssituationen zu Lehr-/ Lernprozessen objektivierbare Qualitätskriterien ermitteln?
  • Wie kann im Hinblick darauf prozessbegleitend eine kompetenzorientierte Unterrichtsberatung geschehen?
  • Welche Chancen, aber auch Grenzen haben Beobachtungswerkzeuge, die als Listen und Tabellen gegenwärtig bundesweit entwickelt und in die Erprobung geschickt werden?

Die Berücksichtigung dieser und weiterer Überlegungen sowie ihre systematische Einbezie-hung in den Vorbereitungsdienst bilden den thematischen Schwerpunkt der Ausgabe 3/2022. Beiträge hierzu sind willkommen. Die Ausgabe bietet insbesondere die Möglichkeit, länderspezifische Konzepte und Umsetzungen bekannt zu machen.

Moderation: Birgit Kury De Menendez und Jörg Dohnicht
Nachfragen bei und Exposés an: redaktion_seminar(at)bak-lehrerbildung(dot)de
Redaktionsschluss: 1. Juli 2022

Call for Papers SEMINAR 3/22

Call for PapersSEMINAR 4/22

"Mentorinnen und Mentoren in der Lehrkräfteausbildung qualifizieren"

In der Ausbildung angehender Lehrkräfte wird Mentor:innen eine wichtige Rolle zuge-sprochen. Sie begleiten Studierende und Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst während der Praxisphasen in den Schulen vor Ort. Mentor:innen erleben die angehenden Lehrkräfte deutlich häufiger im Unterricht als andere an der Ausbildung beteiligten Personen. Sie sind dadurch "näher dran" bei den ersten Gehversuchen im Schulalltag.
Die Aufgaben der Mentor:innen sind in den Bundesländern (verschieden) geregelt. Trotz-dem hängt die individuelle Betreuung stark von der jeweiligen Person der Mentorin bzw. des Mentors und den Bedürfnissen der angehenden Lehrkraft ab. Als Vertrauensperson begleiten Mentor:innen zum Teil sehr existenzielle Entscheidungen, wie die grundsätzli-che Eignung für den Beruf. Und sie sind als Vorbild prägend für pädagogisches Handeln und (fach-)didaktische Entscheidungen.

Auch wenn Mentor:innen immer wieder Fokus wissenschaftlicher Arbeiten stehen, so sind wir doch weit davon entfernt, diese komplexe Aufgabe und die Rolle im Bereich Unterrichts- und Schulentwicklung in Gänze zu durchdringen. Mit dem Themenschwer-punkt "Mentorinnen und Mentoren in der Lehrkräfteausbildung qualifizieren" möchten wir den Raum zur Diskussion öffnen, über das Aufgabenspektrum von, das Anforde-rungsprofil an Mentor:innen und deren Beitrag zu Schul- und Unterrichtsentwicklung zu diskutieren.

Fragen, die im Themenschwerpunkt u.a. eine Rolle spielen können, sind:

  • Welches Tätigkeitsprofil zeichnet die Aufgabe der Mentor:innen aus?
  • Gibt es Qualifizierungskonzepte, die sich bewährt haben? Gibt es gelungene Pra-xisbeispiele, die zeigen, dass sich die Reflexions- und Innovationsfähigkeit der angehenden Lehrkräfte entwickelt hat?
  • Wie gestalten sich Kooperationen zwischen Mentor:innen und Ausbilder:innen?
  • Welchen Stellenwert hat die Frage nach Eignung und wie können Mentor:innen die Bearbeitung unterstützen und ggf. an andere Stelle adressieren?
  • Welchen Einfluss haben die expliziten Erfahrungen aus der Rolle "Mentor:in sein" in der Schul- und Unterrichtsentwicklung?

Wir freuen uns auf zahlreiche Beiträge und Diskussionen.
Moderation: Birgit Menzel und Stephanie Brombach
Nachfragen bei und Exposés an: redaktion_seminar(at)bak-lehrerbildung(dot)de
Redaktionsschluss: 1. Oktober 2022

Call for Papers SEMINAR 4/22

Themen 2022

  1. Komplexität erleben – Stabilität gewinnen – Haltung zeigen: 55. Seminartag – Heidelberg
  2. Der Vorbereitungsdienst – eine Bestandsaufnahme
  3. Beobachtung und Beurteilung von Lehr-Lernprozessen
  4. Mentorinnen und Mentoren in der Lehrkräfteausbildung