Ariane Neu

Höhere beruflich-betriebliche Bildung

Entwicklung, Durchführung und Attraktivität am Beispiel der Abiturientenprogramme

Bislang liegen kaum empirische Forschungsergebnisse zur curricularen Gestaltung und Attraktivität solcher beruflich-betrieblichen Qualifizierungsprogramme vor, die sich explizit an hochschulzugangsberechtigte Schulabsolvent:innen richten. Vor dem Hintergrund der Bildungsexpansion und einem nach wie vor existierenden Bedarf an beruflich qualifizierten Fachkräften stellt sich für die berufliche Bildung jedoch die Frage, wie Bildungsprogramme entwickelt und durchgeführt werden können, die für Abiturient:innen eine attraktive Alternative zum Hochschulstudium darstellen.

Diesem Forschungsdesiderat widmet sich die vorliegende Dissertation aus einer berufsbildungswissenschaftlichen Perspektive. Die Analyse basiert auf 27 qualitativen Interviews mit institutionellen Akteuren sowie Teilnehmenden der sogenannten Abiturientenprogramme im Einzelhandel und fokussiert die curriculare Entwicklung und Durchführung dieser Programme sowie deren Attraktivität aus Teilnehmendensicht. Als Ergebnis präsentiert die Autorin zum einen Bedingungsfaktoren für eine attraktive Gestaltung beruflich-betrieblicher Bildung und zum anderen führt die theoretische Rückbindung und berufsbildungswissenschaftliche Einordnung der empirisch gewonnenen Erkenntnisse zu einer Typisierung der untersuchten Abiturientenprogramme als "höhere beruflich-betriebliche Bildung".

Diese Dissertation bereichert die (berufs-)bildungspolitischen und -wissenschaftlichen Diskussionen um eine mangelnde Attraktivität beruflicher Bildung sowie um den Ausbau höherqualifizierender Berufsbildung zur Sicherung des betrieblichen Fachkräftebedarfs. Interdisziplinäre Berufsbildungsforscher:innen finden hier neben empirischen Erkenntnissen über die curriculare Gestaltung attraktiver nachschulischer Bildungsangebote darüber hinaus auch einen Beitrag zu den Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsperspektiven der Absolvent:innen abiturientenspezifischer Berufsbildungsprogramme.
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Arbeit und Herleitung zentraler Fragestellungen
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
1.3 Wissenschaftssystematische Verortung der Arbeit

2 Attraktivität nachschulischer Bildungsangebote im Kontext von Bildung, Arbeit und Beruf
2.1 Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsperspektiven
2.2 Das deutsche "Bildungs-Schisma"
2.3 Die Bildungsexpansion
2.4 Resümee: Attraktivität beruflicher Bildung

3 Abiturientenprogramme im Einzelhandel - Forschungsstand und Forschungsbedarf
3.1 Nicht-universitäre Abiturientenausbildung - Historie und Forschungsstand
3.2 Berufsbildungswissenschaftlicher Forschungsbedarf

4 Institutionelle und curriculare Strukturen beruflich-betrieblicher Bildung in Deutschland
4.1 Berufsprinzip
4.2 Dualitätsprinzip
4.3 Korporatistisches und Konsensprinzip
4.4 Mittelbare Staatsverwaltung durch die zuständigen Stellen

5 Forschungsdesign
5.1 Darstellung des Erhebungsdesigns
5.2 Darstellung des Auswertungsdesigns

6 Empirische Ergebnisse zur Entwicklung, Durchführung und Attraktivität der Abiturientenprogramme im Einzelhandel
6.1 Ergebnisse der qualitativen Interviews
6.2 Berufsbildungswissenschaftliche Reflexion und Verortung der Untersuchungsergebnisse

7 Fazit und Ausblick
7.1 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
7.2 Reflexion des forschungsmethodischen Vorgehens
7.3 Ausblick

weitere Infos

- Beruflich-betrieblich Bildung attraktiv gestalten: Untersuchung zu Abiturient:innenprogrammen -

Welche Bildungsprogramme sind für Abiturient:innen als Alternative zum Hochschulstudium attraktiv? Bisher liegen kaum empirische Forschungsergebnisse zur curricularen Gestaltung und Attraktivität von beruflich-betrieblichen Qualifizierungsprogrammen für diese Zielgruppe vor. Der Band »Höhere beruflich-betriebliche Bildung« widmet sich diesem Forschungsdesiderat aus berufsbildungswissenschaftlicher Perspektive.

Auf der Datenbasis von 27 qualitativen Interviews mit institutionellen Akteuren sowie Teilnehmenden der sogenannten Abiturient:innenprogramme im Einzelhandel untersucht die Bildungswissenschaftlerin Ariane Neu die curriculare Entwicklung und Durchführung dieser Programme sowie deren Attraktivität aus Teilnehmendensicht.

Als Ergebnis präsentiert sie Bedingungsfaktoren für eine attraktive Gestaltung beruflich-betrieblicher Bildung und eine Typisierung der untersuchten Abiturientenprogramme. Die Dissertation bereichert die (berufs-)bildungspolitischen und -wissenschaftlichen Diskussionen zur mangelnden Attraktivität beruflicher Bildung sowie zum Ausbau höherqualifizierender Berufsbildung für den betrieblichen Fachkräftebedarf. Interdisziplinäre Berufsbildungsforscher:innen finden hier sowohl empirische Erkenntnissen über die curriculare Gestaltung attraktiver nachschulischer Bildungsangebote als auch einen Beitrag zu Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsperspektiven der Absolvent:innen abiturientenspezifischer Berufsbildungsprogramme.

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Bibliografische Angaben

  • Reihe: Berufsbildung, Arbeit und Innovation - Dissertationen und Habilitationen
  • Band: 63
  • Auflage: 1
  • Erscheinungsdatum: 20.07.2021
  • Umfang: 336 Seiten
  • Artikelnr: 6004856w
  • ISBN (Print): 9783763966486
  • ISBN E-Book (PDF): 9783763966493
  • DOI E-Book (PDF): 10.3278/6004856w
  • Imprint: wbv Publikation
  • Sprache: Deutsch
  • Lizenzhinweis: Creative Commons Namensnennung-Share Alike 4.0 International

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