Bildung in Deutschland 2026
Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
Dieser 11. Bildungsbericht führt die Berichterstattung mit bereits in den vorherigen Berichten dargestellten Indikatoren zum deutschen Bildungswesen fort und präsentiert gleichzeitig neue Indikatoren. Im Rahmen eines Schwerpunktkapitels wird vertiefend auf Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft eingegangen und ein Überblick über deren Entstehung, Ausprägung und den Umgang mit ihnen im gesamten Bildungsverlauf gegeben.
Der Bildungsbericht für Deutschland richtet sich an alle Akteur:innen des Bildungswesens in Politik, Verwaltung und Praxis ebenso wie an die interessierte Öffentlichkeit.
Hinweise für Leser:innen
Einleitung
Zentrale Befunde aus den Kapiteln
Trends und Problemlagen
Zentrale Herausforderungen
A Bildung im Spannungsfeld veränderter Rahmenbedingungen
A1 Demografische Entwicklung
A2 Wirtschaftliche Entwicklung
A3 Erwerbstätigkeit
A4 Familien- und Lebensformen
Perspektiven
B Grundinformationen zu Bildung in Deutschland
B1 Bildungseinrichtungen
B2 Bildungspersonal
B3 Bildungsausgaben
B4 Bildungsbeteiligung
B5 Bildungsstand der Bevölkerung
Perspektiven
C Frühe Bildung, Betreuung und Erziehung
C1 Bildung in der Familie
C2 Angebote frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung
C3 Pädagogisches Personal in der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung
C4 Beteiligung an frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung
C5 Ausgangslage bei Schuleintritt
Perspektiven
D Allgemeinbildende Schule und non-formale Lernwelten im Schulalter
D1 Schulstruktur und Schulbesuch
D2 Übergänge und Wechsel im Schulwesen
D3 Ganztägige Bildung und Betreuung im Schulalter
D4 Personal im Schulwesen
D5 Lernumwelten in Schule und Unterricht
D6 Bildungsaktivitäten an außerschulischen Lernorten
D7 Kompetenzen und lernbezogene Merkmale
D8 Schulabgänge und Schulabschlüsse
Perspektiven
E Berufliche Ausbildung
E1 Entwicklung der 3 Sektoren beruflicher Ausbildung
E2 Angebot und Nachfrage in der dualen Ausbildung
E3 Ausbildungen im Schulberufssystem
E4 Ausbildungsverläufe
E5 Abschlüsse und Verbleib nach der Ausbildung
Perspektiven
F Hochschule
F1 Hochschulisches Bildungsangebot
F2 Studienberechtigte und Übergang ins Studium
F3 Studierendenzahl und Studien(fach)wahl
F4 Studienverläufe
F5 Studienabschlüsse und beruflicher Verbleib von Absolvent:innen
Perspektiven
G Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter
G1 Anbieter und Angebote der Weiterbildung
G2 Teilnahme an Weiterbildung
G3 Personal in der Weiterbildung
G4 Öffentliche und private Ausgaben für Weiterbildung
Perspektive
H Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
H1 Der Erwerb basaler Kompetenzen als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe
H2 Entstehung und Erscheinungsformen von Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
H3 Internationaler Blick auf Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
H4 Maßnahmen zur Verringerung von Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
H5 Bilanzierung und Herausforderungen
I Bildungsverläufe, Kompetenzentwicklung und Erträge
I1 Bildungswege und -verläufe
I2 Kompetenzentwicklung im Lebensverlauf
I3 Arbeitsmarktbezogene und monetäre Erträge
I4 Nichtmonetäre Erträge
Perspektiven
Literaturverzeichnis
weitere Infos
Nationaler Bildungsbericht 2026:
Schwerpunkt Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
Der Bericht „Bildung in Deutschland 2026" zeichnet ein aktuelles Bild des deutschen Bildungssystems. Er beleuchtet zentrale Entwicklungen, Herausforderungen sowie die Auswirkungen und Erträge von Bildung. Als Teil eines langfristig angelegten Bildungsmonitorings liefert der Bericht regelmäßig fundierte Daten und Analysen. Damit dient er als wichtige Informationsgrundlage für Bildungspolitik, Verwaltung und Praxis sowie für Wissenschaft, Forschung und die interessierte Öffentlichkeit.
Bildungschancen bleiben ungleich verteilt
Auch 20 Jahre nach dem ersten nationalen Bildungsbericht hängen Bildungschancen und Bildungserfolg in Deutschland weiterhin eng mit der sozialen Herkunft zusammen. Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien haben im Durchschnitt geringere Chancen auf erfolgreiche Bildungsverläufe als Gleichaltrige aus privilegierten Lebenslagen.
Das diesjährige Schwerpunktthema untersucht Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft über den gesamten Lebensverlauf hinweg. Die Analysen zeigen, dass sich Unterschiede in den Bildungschancen bereits vor dem Schuleintritt herausbilden und in vielen Bildungsbereichen fortbestehen. Auch mit einem neuen Höchststand bei der Anzahl von Kitas besteht weiterhin keine Bedarfsdeckung bei den unter 3-Jährigen. Trotz zahlreicher bildungspolitischer Maßnahmen und erheblicher Investitionen konnten soziale Disparitäten bislang nur begrenzt verringert werden.
Bildungssystem unter wachsendem Anpassungsdruck
Gleichzeitig macht der Bericht deutlich, dass das Bildungssystem vor diversen Herausforderungen steht: Demografischer Wandel, Fachkräftemangel, Migration, Digitalisierung und die zunehmende Bedeutung künstlicher Intelligenz verändern die Anforderungen an Bildung in allen Lebensphasen. Mit dem Eintritt der geburtenstarken Jahrgänge 1957 bis 1968 in den Ruhestand gewinnen Chancengerechtigkeit und die bessere Ausschöpfung von Bildungspotenzialen zusätzlich an Bedeutung.
Trends und Herausforderungen
Zu den zentralen Trends zählen demografische Verschiebungen, schwankende Zuwanderung sowie eine zunehmende Heterogenität der Lernenden. Gleichzeitig steigen die gesellschaftlichen Erwartungen an Inklusion und an die Qualifizierung von Fachkräften, die sich in einer sich wandelnden Arbeitswelt kontinuierlich weiterentwickeln können.
Hinzu kommen personelle Engpässe in vielen Bildungsbereichen sowie anhaltende Transformationsanforderungen bei begrenzten finanziellen Spielräumen.
Die beschriebenen Trends greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig, wenn auch in unterschiedlicher Intensität und zeitlicher Dynamik. Ob es gelungen ist, das Bildungssystem in den vergangenen zwei Jahrzehnten problemadäquat zu steuern sowie seine Adaptivität und Resilienz im Umgang mit kontinuierlichen und mit disruptiven Veränderungen der Rahmenbedingungen zu stärken, lässt sich nur bei einer differenzierten Betrachtung unterschiedlicher Ebenen beantworten. Im Kern geht es darum, ob Anschlussfähigkeit zwischen Bildungsphasen, Durchlässigkeit zwischen Bildungswegen sowie die Abstimmung von Anforderungen und Finanzierungsstrukturen im Bildungssystem gesichert werden konnten.
Grundlage der Berichterstattung sind repräsentative und fortschreibbare Daten aus amtlichen Quellen und sozialwissenschaftlichen Erhebungen. Zum 11. Mal wertet die Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung, die mit Wissenschaftler:innen renommierter wissenschaftlicher Einrichtungen und statistischer Ämter besetzt ist, empirische und statistische Daten aus allen Bildungsbereichen Deutschlands aus, von Kita bis Hochschule und Weiterbildung. Ausgewertet wurden Daten aus den Bereichen: Frühe Bildung, Betreuung und Erziehung, Allgemeinbildende Schule und nonformale Lernwelten im Schulalter, Berufliche Ausbildung, Hochschule, Weiterbildung und Lernen im Erwachsenenalter, Berufliche Bildung sowie Bildungsverläufe, Kompetenzentwicklung und Erträge.
Der vollständige Bericht kann kostenfrei - unter anderem bei wbv.de - heruntergeladen werden. Die gedruckte Ausgabe ist im Buchhandel oder bei wbv.de erhältlich. Auf der Website bildungsbericht.de steht ebenfalls der vollständige Bericht sowie Informationen zur Konzeption des Berichtes und weitere Daten zur Verfügung.
Die Erarbeitung des Berichtes wurde mit Mitteln der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland und des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.
Herausgeber
Der Bericht wurde unter Federführung des DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation von einer Gruppe wissenschaftlicher Einrichtungen und statistischer Ämter erstellt. Die Mitglieder der Autor:innengruppe vertreten neben dem DIPF folgende Einrichtungen: das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE), das Deutsche Jugendinstitut (DJI), das Deutsche Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), das Leibniz-Institut für Bildungsverläufe (LIfBi), das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) an der Georg-August-Universität sowie die Statistischen Ämter des Bundes (StBA) und der Länder (vertreten durch das Hessische Statistische Landesamt).
Autor:innengruppe Bildungsberichterstattung
Bildung in Deutschland 2026
Ein indikatorengestützter Bericht mit einer Analyse zu
Bildungsungleichheiten nach sozialer Herkunft
392 Seiten, Bielefeld 2026
E-Book im Open Access
DOI: 10.3278/9783763980253
Printausgabe 69,- Euro
Bestell-Nr. 6001820j
ISBN 978-3-7639-8024-6
Schlagworte
- allgemeinbildende Schule
- allgemeine Weiterbildung
- berufliche Ausbildung
- berufliche Bildung
- Bildungsberichterstattung
- Bildungsbeteiligung
- Bildungsfinanzierung
- Bildungspersonal
- Bildungsplanung
- Bildungspolitik
- Bildungsstudie
- Bildungssystem
- Bildungssystem in Deutschland
- Bildungsungleichheiten
- Chancengerechtigkeit
- demografische Entwicklung
- Erwachsenenbildung
- frühkindlichen Bildung
- Hochschule
- Lebenslanges Lernen
- Open Access
- Weiterbildung
- Übergang
- Übergang Schule-Beruf