Integrative Förderung von kritischem Denken und Gestaltungskompetenz (in der Berufspädagogik). Gestaltungsorientierte Berufsbildung als Anreicherung des hochschuldidaktischen Diskurses
die hochschullehre 64/2025
Der Beitrag knüpft an Forderungen nach einem Bildungsverständnis für Hochschulen an, das Kompetenzorientierung integriert. Hierfür wird der ursprünglich in den 1980er-Jahren in der Berufspädagogik entwickelte Ansatz der gestaltungsorientierten Berufsbildung herangezogen, der Überlegungen im BNE- und Future Skills-Diskurs bereits vorweggenommen hat. Es wird gezeigt, wie in diesem Ansatz kritisches Denken und Gestaltungskompetenz gefördert werden. Dabei geht es im Kern um die Ausrichtung an Arbeitsprozessen im Berufsfeld, wobei Gestaltungsspielräume und Rahmenbedingungen explizit zu reflektieren und zu nutzen sind. Im Beitrag werden Möglichkeiten und Kriterien für die didaktische Umsetzung aufgezeigt. Zum Abschluss wird aufgezeigt, welche Kernkriterien für eine erfolgreiche Übertragung zu beachten wären.
Eike Zimpelmann. Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Institut für Schulpädagogik und Didaktik (ISD), Karlsruhe, Deutschland; Orcid-ID: 0009-0007-5633-8210