Ganzheitliche Lehrpersönlichkeitsentwicklung im Lehramtsstudium. Der Beitrag Personenorientierter Maltherapie zur Förderung der Selbstreflexion von Lehramtsstudierenden
die hochschullehre 67/2025
Neben der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Wissen ist die (Weiter-)Entwicklung der Fähigkeit zur Reflexion für angehende Lehrkräfte wesentlich, um Lehrpersönlichkeitsentwicklung bereits im Studium ganzheitlich zu gestalten. Dadurch wird ihre professionelle Bewältigung der zwischenmenschlichen Herausforderungen im zukünftigen Handlungskontext wahrscheinlicher. Im Beitrag werden Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die die Erlebnisse und Reflexionen von Lehramtsstudierenden analysiert, die an einer erfahrungsorientiert gestalteten Lehrveranstaltung mit maltherapeutischer Begleitung (Personenorientierte Maltherapie) teilgenommen haben. Die Datenerhebung erfolgt in Form von Lerntagebüchern, in denen die Studierenden ihre Erfahrungen und Reflexionen mithilfe von Leitfragen verschriftlichen. Die Analyse zeigt, dass die angehenden Lehrkräfte im Rahmen der Veranstaltung intensive Reflexionserfahrungen zum Thema Menschenbild machen. Sie reflektieren insbesondere subjektive Glaubenssätze und erkennen durch die Teilnahme am maltherapeutischen Angebot die Bedeutung von Reflexion für die eigene Lehrpersönlichkeitsentwicklung sowie die Relevanz für ihren späteren Handlungskontext.
Dr. Theresa Valentin. Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft, Münster, Deutschland; E-Mail: theresa.valentin@uni-muenster.de