Anita Sekyra, Thomas Gloy, Claudia Bade

Transformative Hochschullehre durch transformierte Hochschuldidaktik. Der Curriculumsentwicklungsprozess der Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) als Praxisbeispiel

die hochschullehre 65/2025

Die Hochschuldidaktik Sachsen (HDS) hat in einem partizipativen Curriculumsentwicklungsprozess zentrale Transformationspotenziale identifiziert und überarbeitet grundlegend das Sächsische Hochschuldidaktik-Zertifikat. Der Prozess bezieht Lehrende, Studierende, Hochschuldidaktiker:innen und weitere Stakeholder aktiv ein, um Perspektiven, Bedarfe und Expertise systematisch zu integrieren. Im Zentrum steht eine stärkere Ausrichtung an wissenschaftlicher Fundierung, gesellschaftlicher Verantwortung und der Förderung von Reflexions- und Diskussionskompetenzen. Ein zentrales Ergebnis ist die systematische Formulierung kompetenzorientierter Lernziele für das Gesamtzertifikat und seiner Bestandteile. Exemplarisch zeigt sich dies im reformierten Basiskurs, der die Entwicklung einer „scholarly attitude" curricular verankert und auf kollaborative Lernprozesse setzt. Das zugrunde liegende Flipped-Classroom-Modell schafft Flexibilität und ermöglicht die unmittelbare Verknüpfung mit der eigenen Lehrpraxis. Formate wie Micro Teaching, kollegiale Hospitation, digitale Selbstlernphasen und ein begleitendes Lernportfolio fördern eine reflexive, praxisnahe und transformative Lehrentwicklung. Der Beitrag skizziert theoretische Grundlagen, konkrete Umsetzungsschritte sowie zukünftige Entwicklungsperspektiven.
Anita Sekyra. Hochschuldidaktik Sachsen (HDS), Leipzig, Germany; Orcid-ID: 0000-0001-7590-8732; E-Mail: anita.sekyra@hd-sachsen.de

Dr. Thomas Gloy. Hochschuldidaktik Sachsen (HDS). Leipzig, Germany; E-Mail: thomay.gloy@hd-sachsen.de

Dr. Claudia Bade. Hochschuldidaktik Sachsen (HDS). Leipzig, Germany; E-Mail: claudia.bade@hd-sachsen.de

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