Digitale Demokratie als Schlüsselkompetenz. Ein hochschuldidaktisches Entwicklungsvorhaben am KIT
die hochschullehre 72/2025
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Transformationsprozesse gewinnt die Demokratiebildung an Hochschulen zunehmend an Bedeutung. Der Beitrag stellt das Projekt Digital Democracy - Schlüsselkompetenzen in und für digitale Demokratie des House of Competence (HoC) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vor. Ziel des Projekts ist es, Studierende aller Fachrichtungen durch innovative hochschuldidaktische Formate wie das Digital Democracy Camp und einen ILIAS-basierten Online-Kurs in ihrer Entwicklung zu kritisch-reflektierten, digital kompetenten Bürgerinnen und Bürgern zu unterstützen. Dabei werden deliberative Ansätze genutzt, die Räume für argumentativen Austausch eröffnen, sowie partizipative Formate, die Studierende aktiv in Gestaltungsprozesse einbinden. Die Maßnahmen basieren auf einem erweiterten Kompetenzverständnis und verknüpfen Ansätze der Demokratiedidaktik mit dem Europäischen Referenzrahmen für digitale Kompetenzen (DigComp 2.2). Der Beitrag diskutiert das Projekt im Spannungsfeld von Wissenschaft, Digitalisierung und Demokratiebildung und leitet Implikationen für eine transformative Hochschuldidaktik ab.
Sarah Herrmann. Karlsruher Institut für Technologie, KIT (Universität), House of Competence, Methodenlabor, Karlsruhe, Deutschland; E-Mail: sarah.herrmann@kit.edu.