Marianne Merkt

Hochschulbildung und Hochschuldidaktik

Entwicklung eines theoretischen Rahmenmodells

Artikelnummer: 6004838

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2021, 204 Seiten, 39,90 €
 
ISBN: 9783763963119
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2021, 204 Seiten, 39,90 €
 
ISBN: 9783763963126
DOI: 10.3278/6004838w
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Pressetext
- Shift from Teaching to Learning: Neues theoretisches Rahmenmodell für die Hochschulbildung in Deutschland -

Wie entsteht Bildung in Studium und Lehre? Warum gelingt Hochschulbildung in einigen Bereichen und warum scheitert sie an anderen Stellen? In ihrem Grundlagenwerk ¿Hochschulbildung und  …mehr
- Shift from Teaching to Learning: Neues theoretisches Rahmenmodell für die Hochschulbildung in Deutschland -

Wie entsteht Bildung in Studium und Lehre? Warum gelingt Hochschulbildung in einigen Bereichen und warum scheitert sie an anderen Stellen? In ihrem Grundlagenwerk ¿Hochschulbildung und Hochschuldidaktik" entwickelt die renommierte Hochschulforscherin Marianne Merkt ein umfangreiches theoretisches Rahmenmodell zur Hochschulbildung. Sie deckt die Mechanismen und Strukturen in den Lern- und Bildungsprozessen Studierender auf und (er-)klärt die Funktion von Hochschullehre und Studium für die (Re-)Produktion und Veränderung der sozialen Umwelt. Daraus entwickelt sie eine theoretische Grundlage für den "Shift from Teaching to Learning" als Basis für das berufliche Selbstverständnis der Hochschuldidaktik und als Orientierung für Qualitätsentwicklungen in Studium und Lehre.

Im Bereich der Hochschulbildung ist das Ursache-Wirkungsgefüge von Lernen, Lehren, Studienstrukturen sowie von hochschulexternen Einflüssen (z.B. dem Bologna-Prozess) weitgehend ungeklärt. Für die Hochschuldidaktik führt das häufig zu Schwierigkeiten bei der Definition von Zielen, Vorgehensweisen und Qualitätskriterien sowie ihrer Legitimierung. Zum systematischen Verständnis der Hochschuldidaktik und insbesondere ihres Paradigmas des "Shift from Teaching to Learning" verbindet die Autorin in ihrem Rahmenmodell Ansätze aus der Bildungstheorie, Erwachsenenbildung, kritischen Psychologie sowie Soziologie.

Das Rahmenmodell bildet die Grundlage, auf der der Zusammenhang von Hochschulbildung, studentischem Lernen und Hochschullehre wie auch von Studienstrukturen als Bedingungen studentischen Lernens und ihrer Bildungsprozesse weitgehend erklärbar wird. Die Modellierung soll dazu beitragen, die Rolle der Hochschuldidaktik in diesem komplexen Interessengeflecht besser einschätzen zu können.

Die Publikation leistet einen relevanten wissenschaftlichen Beitrag zum aktuellen Diskurs über die Professionalisierung von Hochschuldidaktik sowie zur Qualitätsentwicklung von Studium und Lehre, die im Kontext des BMBF-Förderprogramms "Qualitätspakt Lehre" entstanden sind.

- Autorin -
Prof.in Dr.in Marianne Merkt ist Hochschulforscherin am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen der Universität Hamburg. Sie war langjährige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) und Mitglied im Council des ICED, des International Consortium for Educational Development. Im Rahmen eines Qualitätspakt-Lehre-Projekts hat sie an der Hochschule Magdeburg-Stendal das Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung aufgebaut und geleitet. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Professionalisierung der Hochschuldidaktik und Hochschullehre, Studierfähigkeit in der Studieneingangsphase, Hochschulentwicklung in Bologna-Strukturen und Digitalisierung in der Lehre.

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Marianne Merkt
- Hochschulbildung und Hochschuldidaktik -
Entwicklung eines theoretischen Rahmenmodells
204 Seiten, Bielefeld 2021

39,90 Euro
Artikel-Nr. 6004838
Als E-Book bei wbv.de
Autor:in/Herausgeber:in

Prof.in Dr.in Marianne Merkt ist Hochschulforscherin am Hamburger Zentrum für Universitäres Lehren und Lernen der Universität Hamburg. Sie war langjährige Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (dghd) und Mitglied im Council des ICED, des International Consortium for Educational Development. Im Rahmen eines Qualitätspakt-Lehre-Projekts hat sie an der Hochschule Magdeburg-Stendal das Zentrum für Hochschuldidaktik und angewandte Hochschulforschung aufgebaut und geleitet. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Professionalisierung der Hochschuldidaktik und Hochschullehre, Studierfähigkeit in der Studieneingangsphase, Hochschulentwicklung in Bologna-Strukturen und Digitalisierung in der Lehre.

Aus dem Inhalt (u.a.)

1 Einleitung
1.1 Vorwort
1.2 Anlass und Ziel der Arbeit
1.3 Vorgehen

2 Hochschulbildung im Kontext der Bologna-Reform
2.1 Die deutsche Studienstrukturreform im Kontext des Bologna-Prozesses
2.2 Studienstrukturreformen der 1960er-Jahre in der Diskussion
2.3 Mechanismen und Funktionsweisen von Studienstrukturreformen des Bologna-Prozesses
2.4 Empirische Befunde zu Problemfeldern der Hochschulbildung nach Einführung der Bologna-Studienstrukturen
2.5 Empirische Befunde zur Perspektive der Studierenden auf den Bologna-Prozess
2.6 Empirische Befunde zur sozialen Selektion und zum Studienerfolg
2.7 Der Qualitätspakt Lehre als bildungspolitische Antwort auf die Probleme des Bologna-Prozesses

3 Lernendenzentrierung als hochschuldidaktisches Paradigma
3.1 Optimierung der Lehr- und Studienqualität als hochschuldidaktischer Auftrag
3.2 Lernendenzentrierung als Teil des hochschuldidaktischen Selbstverständnisses
3.3 Berufliches Selbstverständnis der Hochschuldidaktik
3.4 Professionalisierungsschub der Hochschuldidaktik von 2010 bis 2020
3.5 Zusammenfassung und Entwicklung der Forschungsfragestellung

4 Kategoriale Bestimmung des Begriffs Hochschulbildung
4.1 Hochschuldidaktisches Handeln in der sozialen Ordnung der Bildungsorganisation Hochschule - ein professionstheoretisch und organisationspädagogischbegründeter Rahmen
4.2 Grundlagentheoretische Verortung des Rahmenmodells der Hochschulbildung
4.3 Humanistischer Bildungsbegriff
4.4 Lernhandeln im Kontext gesellschaftlicher Widerspruchshandlungen und Machtkonstellationen
4.5 Studentisches Lernen als Bildungs- und Sozialisationsprozess
4.6 Zusammenfassung der Ergebnisse zur kategorialen Bestimmung der Hochschulbildung

5 Das Studium als sozialer und kultureller Raum studentischer Lern- und Bildungsprozesse
5.1 Widersprüchliche Lern- und Bildungsanforderungen im Studium
5.2 Akademische und fachwissenschaftliche Bildungsprozesse im sozial strukturierten Lernraum der Hochschule
5.3 Fachspezifische Habitualisierung
5.4 Reflexionsfähigkeit als Kategorie akademischer Kompetenz
5.5 Das Modell der Kulturkreise als soziale oder Machtfelder im Studium
5.6 Rekonstruktion des Habituskonzepts der Hochschulbildung
5.7 Zusammenfassung: Lernhandeln im Studium

6 Soziale Felder als gesellschaftlich vermittelte Bedeutungsanordnungen in Studienstrukturen
6.1 Bedeutungsanordnungen in Studienstrukturen
6.2 Der fachwissenschaftliche Habitus als inkorporierte fachwissenschaftliche Bedeutungsanordnung anhand der Wissenschaftssprache
6.3 Fachkulturelle Vermittlungsprozesse in Studienstrukturen
6.4 Rekonstruktion von Studienstrukturen als sozial-strukturelle Dimension des Möglichkeitsraums Studium

7 Machtkonstellationen und Widerspruchsverhältnisse in Studienstrukturen
7.1 Soziale und kulturelle Felder als widersprüchliche Machtfelder in sozialen Strukturen des Studiums
7.2 Macht als Dimension der sozialen Ordnung von Studiengängen und Hochschulen
7.3 Die reflexive Steuerung sozialer Strukturen in Studium und Lehre in der Bildungsinstitution Hochschule

8 Grundkategorien der Hochschulbildung
8.1 Zielspezifische Kategorien der Hochschulbildung
8.2 Prozessspezifische Kategorien der Hochschulbildung
8.3 Systemspezifische Kategorien der Hochschulbildung

9 Konsequenzen für eine professionalisierte Hochschuldidaktik
9.1 Professionalisierung der Hochschuldidaktik im Kontext der hochschulpolitischen Förderprogramme in Studium und Lehre
9.2 Bildungstheoretische Begründung der Hochschuldidaktik hinsichtlich allgemeiner Ziele der Hochschulbildung
9.3 Kollektive Professionalisierung der Hochschuldidaktik für Bildungsarbeit in der Hochschulbildung
9.4 Funktion der Hochschuldidaktik in Hochschulen als Orte reflexiver Bildungsarbeit
9.5 Diskussion und Einordnung des Rahmenmodells der Hochschulbildung als Grundlage für hochschuldidaktische Arbeit
9.6 Forschungsmethodischer Entwicklungsbedarf der Hochschuldidaktik
9.7 Nutzung der Kategorien für empirische Untersuchungen zur Hochschulbildung und weiterer Forschungsbedarf