Roland Stein, Hans-Walter Kranert, Stephanie Wagner

Inklusion an beruflichen Schulen

Ergebnisse eines Modellversuchs in Bayern

Artikelnummer: 6004547

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2016, 158 Seiten, 34,90 €
 
ISBN: 978-3-7639-5752-1
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2016, 158 Seiten, 34,90 €
 
ISBN: 978-3-7639-5753-8
DOI: 10.3278/6004547w
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Pressetext
Der gesetzliche Rahmen ist da, aber die Umsetzung der Inklusion an beruflichen Schulen steht noch am Anfang. Erste Erkenntnisse über die didaktischen und organisatorischen Grundlagen für die Beschulung von jungen Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Allgemeinen Berufsschulen wurden in  …mehr
Der gesetzliche Rahmen ist da, aber die Umsetzung der Inklusion an beruflichen Schulen steht noch am Anfang. Erste Erkenntnisse über die didaktischen und organisatorischen Grundlagen für die Beschulung von jungen Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf an Allgemeinen Berufsschulen wurden in einem vierjährigen Projekt erhoben: Der Schulversuch 'Inklusive berufliche Bildung in Bayern' (IBB) wurde über zwei Schuljahre vom Lehrstuhl für Sonderpädagogik der Universität Würzburg wissenschaftlich begleitet. Der Band 'Inklusion an beruflichen Schulen' stellt Fragestellungen, Methodik und Ergebnisse des Modellversuchs vor.

Gefördert wurde das Projekt von der Stiftung Bildungspakt Bayern in Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

An neun Standorten wurden Kooperationen zwischen je einer allgemeinen Berufsschule und einer Berufsschule zur sonderpädagogischen Förderung geschlossen. In diesem Rahmen setzten die interdisziplinären Lehrerteams organisatorische, personelle und unterrichtsbezogene Maßnahmen um und erprobten didaktisch-methodische Vorgehensweisen.

Der erste Teil des Bandes informiert über die Vorgehensweise der Begleitforschung: Anhand von elf zentralen Forschungsfragen werden die Projektbefunde anschließend vorgestellt und interpretiert.

In der Ergebnisdiskussion gibt das Autorenteam Empfehlungen für die weitere Entwicklung von Inklusionsprozessen in diesem Bildungsbereich. Der zweite Teil dokumentiert die eingesetzten Erhebungsinstrumente, die erhobenen Daten, die statistische Auswertung sowie die vollständigen empirischen Daten.
Autor:in/Herausgeber:in

Prof. Dr. Roland Stein ist Inhaber des Lehrstuhls für Sonderpädagogik V, Pädagogik bei Verhaltensstörungen, der Universität Würzburg.

Hans-Walter Kranert (Dipl.-Päd.) ist Akademischer Rat am Lehrstuhl für Sonderpädagogik V der Universität Würzburg.

Stephanie Wagner (Dipl.-Päd.) war bis 2015 wissenschaftliche Mitarbei-terin am Lehrstuhl für Sonderpädagogik V der Universität Würzburg.

Aus dem Inhalt (u.a.)

Einleitung

Teil 1: Forschungsstand, Methodik, Fragestellungen, Diskussion und Empfehlungen
1 Diskussion und Forschungsstand zu Inklusion in der beruflichen Bildung in Deutschland
2 Berufliche Bildung in Bayern
3 Grundanlage des Modellversuchs sowie der wissenschaftlichen Begleitung
4 Methode und Vorgehen der wissenschaftlichen Begleitung
4.1 Formative Evaluation: Überblick über die Evaluationsinstrumente
4.2 Formative Evaluation: Methodenauswahl und -begründung
4.3 Formative Evaluation: Vorgehensweise und Intention
4.4 Beratung
5 Fragestellungen und Befunde im Hinblick auf den Beratungsauftrag
5.1 Mit welchem Verständnis und Setting von "Inklusion in der beruflichen Bildung" wird im Modellversuch operiert?
5.2 Welche Unterschiede finden sich zwischen den Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf allgemein sowie konkret mit spezifischen Förderbedarfen (Lernen, emotional-soziale Entwicklung) im Vergleich zu Schülern ohne Förderbedarf?
5.3 Welche Entwicklungsschritte im Rahmen der realisierten inklusiven beruflichen Bildung sind bei den Schülern zu erkennen?
5.4 Welche organisatorischen Maßnahmen unterstützen die Zielsetzung?
5.5 Welche personellen Maßnahmen unterstützen die Zielsetzung?
5.6 Welche didaktisch-methodischen Maßnahmen unterstützen die Zielsetzung?
5.7 Welche Instrumente zur Einschätzung und Beurteilung des Förderbedarfs in den Förderschwerpunkten Lernen und emotional-soziale Entwicklung erweisen sich als geeignet?
5.8 Welche Bedeutung hat die Kooperation im Hinblick auf inklusive berufliche Bildung? Wie kooperieren die involvierten pädagogischen Fachkräfte miteinander?
5.9 Inwiefern ergibt sich ein Kompetenztransfer von der Sonderpädagogik in die Berufspädagogik (sowie auch umgekehrt)?
5.10 Welche Weiterbildungsbedarfe ergeben sich aus dem Modellversuch "Inklusive berufliche Bildung in Bayern"?
5.11 Wie ist die Einbindung der Wirtschaft im Hinblick auf inklusive berufliche Bildung zu beurteilen?
6 Diskussion und Empfehlungen
6.1 Zentrale Ergebnisse und Empfehlungen
6.2 Empfehlungen für die inhaltliche Weiterentwicklung der begonnenen inklusiven Bemühungen in den Modellversuchsschulen
6.3 Empfehlungen für die Weiterentwicklung des bayerischen Berufsschulsystems im Hinblick auf Inklusion
7 Literatur

Teil 2: Daten und Instrumente
8 Datengrundlage
8.1 Stichprobe
8.2 Beschreibung der Schülerschaft
8.3 Ergebnisse der Fragebogenerhebungen
8.4 Im Modellversuch eingesetzte diagnostische Verfahren
9 Instrumente
9.1 Monatstagebuch
9.2 Organisationsdaten
9.3 Bildungsbiografien
9.4 Fragebogen zur Erfassung ausbildungsrelevanter Einstellungen und Erfolgsfaktoren (FEEE)
9.5 Fragebogen Youth Self Report (YSR)
9.6 Fragebogen Teacher's Report Form (TRF)

10 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
10.1 Abbildungsverzeichnis
10.2 Tabellenverzeichnis