Kulturwissenschaft

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Eugenijus Alisanka

Die Rückkehr des Dionysos

Chthonisches, Postmodernismus, Stille

2014, 150 Seiten

Band-Nr.: 11

Reihe: Beiträge zur Kulturwissenschaft

Artikelnummer: 6006322w

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ISBN: 9783898967556
DOI: 10.3278/6006322w

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Beschreibung

"Dionysos ist Energie, dazu auch Wahnsinn, Ekstase, Destruktion, er steht für das Prinzip der Metamorphose und des Wandels, er ist 'jenseits von Gut und Böse', das ist eine chthonische Kraft, die in jedem von uns pulsiert. Ihre Aktivierung wird zu einem Signum zeitgenössischer Kultur." Eugenijus Alisanka bemüht sich in seiner kulturologischen Studie auch gar nicht um eine genaue Definition von Phänomenen, die sich per se jeder Definition entziehen. Deutlich aber ist das Anliegen, einem Signum zeitgenössischer Kultur nachzuspüren. Die Studie ist in Entsprechung zu den drei Schlüsselbegriffen in drei Kapitel gegliedert: Im ersten Kapitel wird chthonische (erdverbundene) Imagination, das Eindringen des dionysischen Logos in die existenzielle Erfahrung des modernen Menschen thematisiert. Sie bedeutet zugleich eine Revolte gegen den Logozentrismus in der europäischen Kultur, wird als postmoderne Figuration gedeutet. Im zweiten Kapitel werden einige Tendenzen der Postmoderne in der litauischen Kultur aufgezeigt und diskutiert. Das dritte Kapitel behandelt das Phänomen der Stille in der zeitgenössischen Kultur. Die dionysische Ekstase hat paradoxerweise ihre Kulmination in der Stille, die chthonische Imagination findet ihre Grenze und zugleich Erfüllung im Tempel der Leere, dort, wo einst die Götter wohnten.


Autor:in/Herausgeber:in

Eugenijus Alisanka (geb. 1960) ist Lyriker, Essayist und Übersetzer. Abgeschlossenes Studium der Mathematik an der Universität Vilnius; wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kultur und Kunst; 1994-2002 Direktor für internationale Programme beim litauischen Schriftstellerverband; Organisator des internationalen Poesie-Festivals "Frühling der Poesie". 1992 wurde Alisanka mit dem Z. Ge.le.-Preis für den Lyrikband Äquinoktium ausgezeichnet. Es folgte der Literaturpreis des Kulturministeriums der Republik Litauen für Die Rückkehr des Dionysos, der Preis des Festivals "Frühling der Poesie" für die Übersetzungen von Ales Debeljak und Zbigniew Herbert. Derzeit lebt und arbeitet er in Vilnius.