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ARTIKELDETAILS

Anette Horn, Peter Horn

"Ich lerne sehen"

Zu Rilkes Lyrik

2010, 304 Seiten

Band-Nr.: 20

Reihe: Beiträge zur Kulturwissenschaft

Artikelnummer: 6006107

Buch:
ISBN: 9783898963978
E-Book (PDF):
ISBN: 9783898967037
DOI: 10.3278/6006107w

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Beschreibung

¿Theoria¿ bedeutet ursprünglich ¿Schauen¿. Malte Laurids Brigge entdeckt eines Tages: 'Ich lerne sehen'. Teilhard de Chardin sagt über das Neue in der Moderne, 'daß Angst der Preis ist, den der moderne Mensch dafür bezahlt, daß er die Welt neu zu sehen lernt'. Dass Rilke immer wieder das Wort 'schauen' (und seine Komposita) benutzt, hängt aufs Engste mit seiner Auffassung von der Beziehung zwischen Dichter und Welt zusammen. Das Auge ist Teil des Bewusstseins. Mit dem Begriff der ¿Epiphanie¿ bezeichnet James Joyce ein plötzliches Sehen und Erkennen einer zunächst so nicht verstandenen Situation. Rilkes Weg vom Sehenlernen (z. B. bei Rodin und Cezanne) zum 'Herzwerk' der späten Gedichte wird anhand einiger Gedichte als Stationen auf diesem Weg nachgezeichnet.


Autor:in/Herausgeber:in

Anette Horn ist Professorin der Germanistik an der University of the Witwatersrand. Publikationen zu Jean Paul, Heinrich von Kleist, Rilkes Lyrik, dem Weltbürgertum des 18. Jahrhunderts, zu Nietzsches Begriff der décadence sowie Anna Seghers und der neueren deutschen Literatur. Herausgeberin der Acta Germanica (2002-2009). Peter Horn (¿ 2019), 1974 bis 1999 Professor an der University of Cape Town. 2005-2019 Honorary Professorial Research Associate an der University of the Witwatersrand. Zahlreiche Veröffentlichungen u. a. zu Heinrich von Kleist, Paul Celan, Rainer Maria Rilke, Max Frisch, Georg Büchner, Franz Kafka, Bertolt Brecht und zu südafrikanischer Literatur. Vielfach ausgezeichneter südafrikanischer Lyriker.