Steffi Robak, Isabell Petter

Programmanalyse zur interkulturellen Bildung in Niedersachsen

Reihe: Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung

Artikelnummer: 14/1123

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2014, 63 Seiten, 19,90 €
 
ISBN: 978-3-7639-5477-3
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2014, 63 Seiten, kostenlos
 
DOI: 10.3278/14/1123w
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Pressetext
Interkulturelle Erwachsenenbildung schafft Räume für die Ausgestaltung der Migrationsgesellschaft und fördert den interreligiösen Dialog. Wer nimmt an der interkulturellen Bildung teil? Welche Angebote werden genutzt? Die Studie 'Programmanalyse zur interkulturellen Bildung in Niedersachsen'  …mehr
Interkulturelle Erwachsenenbildung schafft Räume für die Ausgestaltung der Migrationsgesellschaft und fördert den interreligiösen Dialog. Wer nimmt an der interkulturellen Bildung teil? Welche Angebote werden genutzt? Die Studie 'Programmanalyse zur interkulturellen Bildung in Niedersachsen' beantwortete diese Fragen. Steffi Robak und Isabell Petter analysieren ein Fünftel der Programme der öffentlichen Weiterbildung in Niedersachsen aus dem Jahr 2012, skizzieren die aktuellen Entwicklungen und Möglichkeiten für Programminnovationen und verorten sie im wissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs. Die Studie wird vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung herausgegeben. Der komplette Text steht auf wbv Open Access zur Verfügung (www.wbv.de/artikel/14---1123w).

- Forschungsobjekt: Interkulturelle Erwachsenenbildung Niedersachsen -
Die niedersächsische Erwachsenenbildung bietet eine große Palette interkultureller Angebote mit einem breiten thematischen Spektrum, vom Sprachenbereich über berufsorientierte Angebote bis zur politischen Bildung. Die heterogene Trägerstruktur umfasst Volkshochschulen und Heimvolkshochschulen, konfessionelle, gewerkschaftliche, unternehmerische, ländliche und freie Anbieter. Diese Themen- und Trägervielfalt ist die ideale Grundlage für eine Analyse: Welche Institutionen, Teilnehmergruppen und Lernformen prägen die Formate?

- Ergebnisse -
Mit Integrationskursen und anderen Angeboten für Migrantinnen und Migranten ermöglicht die niedersächsische Erwachsenenbildung unterschiedliche Zugänge zur interkulturellen Bildung. Die meisten Angebote basieren auf einem traditionell geprägten Begriff kultureller Differenz; Angebote mit einem neueren, offenen Kulturbegriff werden nach und nach entwickelt. Insgesamt wird interkulturelle Bildung in Niedersachsen gleichermaßen in den Städten und in den ländlichen Regionen angeboten. Fachbereiche sind Sprache, kulturelle Bildung, personale Bildung, berufliche Bildung, politische Bildung, Alphabetisierung. Den geringsten Anteil haben Angebote zu Schlüsselqualifikationen und im Bereich Gesundheit.

- Methode -
In der Programmanalyse rekonstruieren die Autorinnen die Bildungs-realität in Weiterbildungseinrichtungen für einen festgelegten Zeitraum. Die erhobenen Daten informieren über gesellschaftliche Bedarfe, individuelle Bedürfnisse, institutionelle Rahmungen und Finanzierungsströme und machen Angebotsstrukturen, pädagogische Zielsetzungen, Schwerpunkte und Einrichtungsprofile sichtbar. Die Auswertungen dokumentieren den aktuellen Entwicklungsstand der interkulturellen öffentlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen und zeigen mittelfristige Bedarfe und Innovationsbereiche auf. Das programmanalytische Verfahren wurde am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung - Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) und an verschiedenen Lehrstühlen für Erwachsenenbildung in Deutschland entwickelt. Mit ihrer Systematik zur Erschließung der interkulturellen Bildung leistet die Studie einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenforschung.
Autor:in/Herausgeber:in

Steffi Robak ist Professorin für Bildung im Erwachsenenalter an der Universität Hannover. Isabell Petter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Universität Hannover.

Aus dem Inhalt (u.a.)

Vorbemerkungen
Zum Geleit
1. Ziel und Aufgabe der Untersuchung
2. Begriffsklärungen
3. Portale interkultureller Bildung
4. Zur Methode der Programmanalyse
4.1 Methodisches Vorgehen und Analyseverfahren
4.2 Grundgesamtheit und Auswahl des Samples
4.3 Datengrundlage
4.4 Analyseverfahren
4.5 Der Codierplan
4.6 Anmerkungen zum Auswertungsprozess
5. Resultate
5.1 Anteil und Anzahl der interkulturellen Veranstaltungen gesamt
5.2 Interkulturelle Bildung in der Region Niedersachsen
5.3 Einrichtungen gesamt nach Fachbereichen
5.4 Fachbereiche und Institutionalformprofile
5.5 Partizipationsportale für alle Einrichtungen gesamt
5.6 Portale und Institutionalformprofile
5.7 Veranstaltungsformen für alle Einrichtungen gesamt
5.8 Veranstaltungsformen und Institutionalformprofile
6. Fazit
Literatur
Anhang
Autorinnen
Zusammenfassung
Abstract