Ben Kriechel, Nicola Düll, Kurt Vogler-Ludwig

Arbeitsmarkt 2030 - Die Bedeutung der Zuwanderung für Beschäftigung und Wachstum

Prognose 2014

Artikelnummer: 6004474w

E-Book:
2015, 256 Seiten, kostenlos
 
DOI: 10.3278/6004474w
Open Access
Pressetext
Deutschland bleibt auch langfristig ein Einwanderungsland. Die durchschnittliche Nettozuwanderung von 210.000 Personen pro Jahr gilt als Untergrenze des wahrscheinlichen Trends bis 2030. Als hohe Zuwanderung gilt eine durchschnittliche jährlichen Einwanderung von 330.000 Personen. Die Zuwanderung  …mehr
Deutschland bleibt auch langfristig ein Einwanderungsland. Die durchschnittliche Nettozuwanderung von 210.000 Personen pro Jahr gilt als Untergrenze des wahrscheinlichen Trends bis 2030. Als hohe Zuwanderung gilt eine durchschnittliche jährlichen Einwanderung von 330.000 Personen. Die Zuwanderung hat positive Effekte auf Wachstum und Beschäftigung, kann aber die Fachkräftelücken nur kurzfristig schließen. Zu dieser Einschätzung kommt die Studie ¿Arbeitsmarkt 2030 ¿ Die Bedeutung der Zuwanderung für Beschäftigung und Wachstum¿ . Die Studie erscheint im Rahmen der Berichterstattung zu einem Prognosemodell, das im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales von Economix Research & Consulting in München entwickelt wurde. ¿Arbeitsmarkt 2030 ¿ Die Bedeutung der Zuwanderung für Beschäftigung und Wachstum¿ steht kostenfrei auf wbv-open-access.de zur Verfügung. Die gedruckte Ausgabe kann bei wbv.de oder im Buchhandel bezogen werden.

Nach den Ergebnisser der Studie wird die Zahl der Erwerbspersonen ¿ trotz der Zuwanderung ¿ nur bis 2016 um insgesamt 170.000 auf 44,2 Millionen steigen. Dann setzen sich die demografischen Faktoren für die inländische Bevölkerung und die nachlassende Nettozuwanderung durch: Bis 2030 fällt die Erwerbspersonenzahl auf 42 Millionen. In der Variante ¿Hohe Zuwanderung¿ wird der Anstieg mit +400.000 höher ausfallen und bis 2018 anhalten. Aber auch dann wird die Zahl der Erwerbspersonenpersonenzahl bis 2030 auf um 900.000 sinken.

Die Studie kombiniert qualitative Zukunftsszenarien mit mathe-matischen Prognoseverfahren und leitet daraus ein differenziertes und empirisch fundiertes Bild über die wahrscheinlichen Veränderungen in Wirtschaft und Gesellschaft ab. Die Daten sollen als Frühwarnsystem mögliche Arbeitskräfteengpässe identifizieren, um Maßnahmen zur Arbeitskräftesicherung zu entwickeln.

¿Arbeitsmarkt 2030¿ bildet keinen Status-Quo ab, sondern stellt eine Prognose vor, die politisches Handeln einschließt und Maßnahmen zur Arbeitskräftesicherung empfiehlt. Darunter fallen die berufliche Integration der Migranten, der Ausbau der Erwachsenenbildung und eine langfristige Familienpolitik auf der Basis einer verbesserten Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Autoren legen mit ihrem Bericht eine strategische Vorausschau auf eine mögliche Zukunft des Arbeitsmarktes in Deutschland vor, die einen Beitrag zur Debatte über die Zukunft der Arbeit liefert.
Autor:in/Herausgeber:in

Kurt Vogler-Ludwig ist Gründer und Direktor von Economix Research & Consulting, München, einem unabhängigen Büro für wirtschaftspolitische Beratung. Er ist Wirtschaftswissenschaftler mit dem Schwerpunkt Arbeitsmarkt- und Strukturforschung, Berater der Europäischen Kommission und Gutachter für Bundes- und Landesministerien sowie politische Institutionen im In- und Ausland.

Nicola Düll ist Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München. Sie ist Gründerin und Direktorin von Economix Research & Consulting und Gutachterin für die OECD, die Weltbank, die EU-Kommission, Ministerien und öffentliche Institutionen im In- und Ausland.

Ben Kriechel ist Direktor von Economix Research & Consulting München. Er ist Volkswirt mit dem Schwerpunkt der empirischen Arbeitsmarktforschung, Berater der Europäischen Kommission, ILO und Ministerien im In- und Ausland und Lehrbeauftragter der Otto-Friedrich Universität Bamberg.

Aus dem Inhalt (u.a.)

ABBILDUNGEN
TABELLEN
ABKÜRZUNGEN
KURZFASSUNG
GESAMTSCHAU
AUFGABENSTELLUNG, KONZEPT UND METHODIK

TEIL APROGNOSE FÜR DEN DEUTSCHEN ARBEITSMARKT
A 1RÜCKBLICK
A 1.1Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
A 1.2Fachkräftesicherung als Beschäftigungsstrategie
A 1.3Öffnung des Arbeitsmarktes
A 2BESCHÄFTIGUNGSSTRATEGIEN BIS 2030
A 2.1Demografie und Arbeitsmarkt
A 2.2Demografie und Wachstum
A 2.3Makroökonomische Rahmenbedingungen
A 2.4Langfristiges Wachstum der Weltwirtschaft
A 2.5Risiken der langfristigen Entwicklung
A 2.5.1Verschlechterung der geopolitischen Lage
A 2.5.2Anhaltende wirtschaftliche Stagnation
A 2.5.3Rückkehr zum traditionell neoklassischen Arbeitsmarkt
A 3ANGEBOT AN ARBEITSKRÄFTEN
A 3.1Rückblick und Methodik
A 3.1.1Zuwanderung
A 3.1.2Auswirkungen des Zensus
A 3.1.3Entwicklung der Erwerbspersonen
A 3.2Zwei alternative Bevölkerungsprognosen
A 3.3Erwerbsquoten und Rentenreform
A 3.3.1Erwerbsbeteiligung
A 3.3.2Auswirkungen der Rentenreform
A 3.3.3Erwerbsquoten bis 2030
A 3.4Entwicklung des Arbeitsangebots
A 3.4.1Zahl der Erwerbspersonen
A 3.4.2Geschlechterproportionen
A 3.4.3Altersstruktur
A 3.4.4Erwerbspersonen nach Berufen
A 3.4.5Erwerbspersonen nach fachlicher Berufsbildung
A 3.4.6Qualifikation der Erwerbslosen
A 3.5Ausblick: Arbeitsangebot 2050
A 3.5.1Annahmen der Langfristszenarien
A 3.5.2Gesamtentwicklung des Arbeitsangebots
A 3.5.3Altersstruktur
A 3.5.4Gesamtwertung
A 4NACHFRAGE NACH ARBEITSKRÄFTEN
A 4.1Sektoraler Strukturwandel
A 4.2Beruflicher Strukturwandel
A 4.2.1Determinanten
A 4.2.2Beschäftigungstrends
A 4.3Qualifikationsanforderungen
A 4.3.1Beschäftigung nach fachlicher Berufsbildung
A 4.3.2Wandel der beruflichen Qualifikationsstrukturen
A 4.4Berufsstruktur nach der Klassifizierung der Berufe 2010
A 5ARBEITSMARKTBILANZ UND ENGPÄSSE AUF DEM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT
A 5.1Gesamtwirtschaftliche Arbeitsmarktbilanz
A 5.1.1Basisvariante
A 5.1.2Variante Hohe Zuwanderung
A 5.1.3Wanderungseffekte
A 5.2Engpässe
A 5.2.1Methodische Erläuterungen
A 5.2.2Engpassindikator I: das schwindende Potenzial an Erwerbslosen
A 5.2.3Engpassindikator II: beruflicher und qualifikationsspezifischer Fachkräftemangel
A 5.2.4Wanderungseffekte
A 6SCHLUSSFOLGERUNGEN UND EMPFEHLUNGEN

TEIL BPROGNOSE FÜR DIE BUNDESLÄNDER
KONZEPT UND METHODIK
B 1ARBEITSANGEBOT
B 1.1Bevölkerung
B 1.1.1Gesamtentwicklung
B 1.1.2Altersstruktur der erwerbsfähigen Bevölkerung
B 1.2Erwerbspersonen und Erwerbsverhalten
B 1.2.1Erwerbsquoten
B 1.2.2Erwerbspersonen
B 1.3Qualifikation der Erwerbspersonen
B 2NACHFRAGE NACH ARBEITSKRÄFTEN
B 2.1Gesamtentwicklung
B 2.2Sektoraler Wandel in der Beschäftigung
B 2.3Beruflicher Strukturwandel
B 2.4Spezialisierungsmuster
B 3ARBEITSMARKTUNGLEICHGEWICHTE
B 3.1Regionale Arbeitsmarktungleichgewichte
B 3.2Qualifikations- und berufsspezifische Ungleichgewichte
B 3.3Qualifikationsspezifische Pendlersalden
B 3.4Arbeitsmarktengpässe nach Berufen
B 3.5Zusammenfassende Bewertung
B 4ALTERNATIVRECHNUNG: HOHE ZUWANDERUNG
B 4.1Bevölkerung
B 4.2Erwerbspersonen und Beschäftigung
B 5FAZIT

TEIL CPROGNOSE FÜR KLEINE, MITTLERE UND GROßE BETRIEBE
C 1KONZEPT UND METHODIK
C 2BESCHÄFTIGUNGSENTWICKLUNG NACH BETRIEBSGRÖßE
C 2.1Gesamtergebnis
C 2.2Auswirkungen des sektoralen Strukturwandels
C 2.3Größenspezifischer Strukturwandel
C 2.3.1Neugründung von Betrieben
C 2.3.2Reorganisation der Wertschöpfungsketten
C 2.3.3Sektorspezifische Entwicklungen
C 2.4Beruflicher Strukturwandel
C 2.5Qualifikationsspezifischer Strukturwandel
C 3ARBEITSKRÄFTEENGPÄSSE
C 3.1Arbeitskräfteengpässe nach Betriebsgröße
C 3.2Engpassberufe
C 4ZUSAMMENFASSUNG UND SCHLUSSFOLGERUNGEN

LITERATUR
ANHANG