Heilpädagogik

ARTIKELDETAILS

Florian Salzberger

Leib und Melancholie

Erziehungswirklichkeit bei schwerer geistiger Behi nderung

2019, 192 Seiten

Band-Nr.: 16

Reihe: Lehren und Lernen mit behinderten Menschen

Artikelnummer: 6006362w

Creative Commons Lizenzvertrag
Leib und Melancholie von Florian Salzberger steht unter einer Creative Commons Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung 4.0 International Lizenz.
E-Book (PDF):
ISBN: 9783898969062
DOI: 10.3278/6006362w

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Beschreibung

Florian Salzberger unternimmt mit vorliegender Arbeit den Versuch, 'schwere geistige Behinderung' vom Begriff 'Geist' her zu denken. 'Geist' meint in diesem Kontext die 'geistige Sphäre' bzw. das 'Zwischen' einer Begegnung, deren Entstehung und Wahrung durch schwere Behinderungszustände beeinträchtigt werden können. Durch diesen Ansatz wird es möglich, das Phänomen 'schwere geistige Behinderung' nicht mehr, gleichsam resultatshaft einem Individuum als 'dessen' Eigenschaft zuzuschreiben und es damit zu einer Derivation einer letztlich subjektiven Norm zu degradieren, sondern das Phänomen kann so in seiner Genese aus einer Begegnungskonstellation (etwa 'zwischen' Kind und Erzieher oder 'zwischen' Individuum und Gesellschaft) thematisiert werden. Anhand der Erfahrungsschichten eines Fremderfahrungsgeschehens entwickelt der Autor das Modell eines 'gelingenden' Begegnungsgeschehens, das von einer melancholischen Befindlichkeit grundiert ist, und eine Figur darstellt, die immer wieder auch in ihre verobjektivierenden Verfallsformen kippen kann. Mit Hilfe der Übertragung dieses Modells auf die Erziehungswirklichkeit sollen mögliche Behinderungszustände, in die das Fremderfahrungsgeschehen verfallen kann, aufgezeigt werden. Spezifische Forderungen, die das Modell des 'ununterbrochenen Dialogs' als gelingende geistige Sphäre tragen, sollen dazu dienen, pädagogische Vorkehrungen und Möglichkeiten zu erarbeiten, um Behinderungszustände abzubauen oder von vornherein zu umgehen, und so eine Erziehungswirklichkeit zu gestalten, die Begegnung und 'Welterfahrung' mit und an der Welt des jeweils anderen ermöglicht, aber die gleichzeitig die Unverfügbarkeit aller Beteiligten vor Vereinnahmungen bewahrt.


Das sagt die Presse

»Als Fazit steht der Eindruck von einer faszinierenden, wortgewandten und anspruchsvollen Lektüre, welche das Denken über die eigene Begegnung mit Menschen bereichern kann.«

Anne Goldbach, www.socialnet.de/rezensionen/8130.php, 10/2009

Autor:in/Herausgeber:in

Florian Salzberger M.A., geb. 1981, nach Abitur und Zivildienst in einer Schule und Tagesstätte für geistigbehinderte Kinder und Jugendliche Studium der Sonderpädagogik (Fachrichtung Geistigbehindertenpädagogik), Allgemeinen Pädagogik und Philosophie an der Universität Würzburg. Abschluss des Studiums mit dem Magister Artium und dem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Sonderschulen. Derzeit Mitarbeiter an der Franz Brentano Forschungsstelle des philosophischen Instituts der Universität Würzburg und Promotion im Fach Philosophie.