weiter bilden 1/22: OER

OERweiter bilden 1/2022

Auch wenn die Beschäftigung mit dem Thema offene Bildungsmaterialien (OER) in den vergangenen Jahren stark zugenommen hat und die Abkürzung OER inzwischen vielen in der Bildung Tätigen geläufig sein sollte, ist die Bildungslandschaft in Deutschland von einem flächendeckenden Einsatz von OER weit entfernt. Wie ist es um OER in der EB/WB bestellt? Ist die Erstellung und Verwendung von offenen Bildungsmaterialien in der Erwachsenenbildung sinnvoll und wünschenswert - und wie kann sie gelingen? Dies fragt weiter bilden in ihrer Frühjahrsausgabe.

Möchten Sie weiter bilden kennenlernen? Dann nutzen Sie unser Angebot für das Probeabo 4 für 3! Sie erhalten vier Ausgaben und bezahlen drei – für nur 36,75 € (statt 49,– €)! Starten Sie Ihr Probeabo gleich mit dem aktuellen Heft.

Probeabo weiterbilden: 4 für 3

Zugang des Hefts

Das Heft fragt sowohl nach grundsätzlichen Entwicklungen im Bereich OER und deren Verortung in weiterführende Debatten (z.B. Openness) als auch konkret nach der Bedeutung und Verbreitung von OER in der EB/WB - und danach, welche Rolle Einrichtungen und Einrichtungsleitungen in der Verbreitung von OER spielen (können). Zudem sollen wichtige rechtliche Fragen geklärt werden, die bislang in der Debatte um OER nicht ausreichend beleuchtet scheinen.

Exposée

Die Beschäftigung mit dem Thema offene Bildungsmaterialien hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen. Im Abschlussdokument des 2. Welt-OER-Kongress bescheinigt die UNESCO (2017, S. 1) offenen Bildungsmaterialien gar eine zentrale Rolle in der Umsetzung des Nachhaltigkeitsziels 4 zu qualitativ hochwertiger Bildung. Doch auch wenn die Abkürzung OER inzwischen vielen in der Bildung Tätigen geläufig sein sollte und, so Kristin Hirschmann, Projektleiterin von #OERcamps, die "Idee von OER ...sich aus der Nische heraus langsam in den Mainstream verbreitet, ist [sie] aber noch lange nicht angekommen"1 - und die Bildungslandschaft in Deutschland von einem flächendeckenden Einsatz von OER weit entfernt.  

Dabei bieten OER viele Vorteile: Sie können - im Gegensatz zu geschützten und zumeist gedruckten Bildungsmaterialien schnell aktualisiert und individuell angepasst werden; sie reduzieren die Zeit der Unterrichtsvorbereitung; ihre Verwendung bietet gegenüber nicht offenen Materialien aus dem Internet oder Kopien aus Büchern Rechtssicherheit; und nicht zuletzt kann der Prozess der Erstellung solcher Materialien, der häufig kooperativ abläuft, bereichernd sein (Rödel & Grimm, 2020; Spaude, 2020). Und auch viele auf den ersten Blick zu vermutende Nachteile – Fragen der Qualitätssicherung, des Geschäftsmodells, des Missbrauchs der Materialien - können entkräftet werden (Spaude, 2020; Koschorrek, 2019). Ist also die Erstellung und Verwendung von offenen Bildungsmaterialien in der Erwachsenenbildung sinnvoll und wünschenswert - und wie kann sie gelingen? Wie ist es um OER in der EB/WB bestellt?