weiter bilden 3/21: Warum nicht kooperieren?

Warum nicht kooperieren?weiter bilden 3/2021

Kooperationen sind in der Erwachsenen- und Weiterbildung gang und gäbe – und oftmals politisch gewollt. Doch wann ist es sinnvoll, zu kooperieren – und wann nicht? Welche Vorteile erhofft man sich von Kooperationen, welche können tatsächlich identifiziert werden? Entstehen Nachteile, wenn man nicht kooperiert? Darauf blickt die Herbstausgabe von weiter bilden, die im September erscheint.

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Das Heft soll die Sinnhaftigkeit des Kooperierens in den Blick nehmen, Vorteile und Erträge, aber auch Konflikte und Schwierigkeiten aufzeigen. In diesem Sinne wird der Blick auf die Praxis des Kooperierens geleitet von den Fragen, wann und warum Akteure der EB/WB kooperieren, welche Vor- und Nachteile sie sich erhoffen und welche tatsächlich identifiziert werden können. Nicht zuletzt soll auch betrachtet werden, welche Nachteile damit verbunden sind, wenn nicht kooperiert wird.

Exposée

Die Hochphase der erwachsenenpädagogischen Kooperations- und Netzwerkforschung hat Anfang bis Mitte der 2010er Jahre stattgefunden. Doch anders als bei Themen, die nach Hochkonjunkturphasen völlig aus dem Fokus der Wissenschaft verschwinden, ist das Thema sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis weiterhin relevant geblieben (aktuell zu sehen bspw. in der Publikation "Organisation und Zivilgesellschaft" [Schröer et al., 2020] oder im Thema der Frühjahrstagung der AG-E der DGWF, "Governance der wissenschaftlichen Weiterbildung").  

Nicht zuletzt lenkt die aktuelle Corona-Krise den Blick wieder auf das Thema "Kooperationen". So ist mit Blick auf die (erzwungene) Digitalisierung eine Erkenntnis, dass sie als Aufgabe kaum von einzelnen Einrichtungen zu bewältigen ist (geschweige denn von einzelnen Kursleitenden), sondern besonders dann erfolgreich verläuft, wenn Weiterbildungseinrichtungen zusammenarbeiten (Scharnberg & Krah, 2020, S. 37; Egetenmeyer et al., 2020). Auch auf der Nachfrageseite von Weiterbildung wird auf Kooperation gesetzt, wenn z.B. das BMAS "Weiterbildungsverbünde" fördert, um auch kleineren und mittelständischen Unternehmen einen Zugang zu Weiterbildung zu ermöglichen – einhergehend mit einer "trägerneutralen Beratung". Und in der Interessenvertretung der Erwachsenen- und Weiterbildung gegenüber der Politik gibt es ebenso neue Kooperationen, die angesichts der "Zersplitterung" (Heinemann, 2020, S. 21) der Weiterbildungslandschaft helfen sollen, die den Forderungen der Weiterbildung Nachdruck zu verleihen (so haben sich der Verband Deutscher Privatschulverbände, der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung, bag arbeit und der Evangelische Fachverband für Arbeit und soziale Integration "zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um ein Zusammenbrechen der Weiterbildungsbranche zu verhindern").