Philipp Jaschke, Andreas Hauptmann, Herbert BrückerInstitut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (Hg.)

IAB-Kurzbericht 03/2020

Beschränkungen der Wohnortwahl für anerkannte Geflüchtete: Wohnsitzauflagen reduzieren die Chanc

Die einen erwarten von einer gleichmäßigen Verteilung der Geflüchteten und einer geringeren räumlichen Konzentration bessere Integrationschancen in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft. Die anderen befürchten, dass Wohnsitzauflagen die Informations- und Suchkosten erhöhen und insbesondere Personen, die auf strukturschwache Regionen verteilt wurden, schlechtere Integrationschancen haben. Die Autoren untersuchen anhand der IAB-BAMF-SOEP-Befragung von Geflüchteten, wie sich regionale Wohnsitzauflagen auf die Erwerbstätigkeit der Betroffenen, den Erwerb von Deutschkenntnissen und die Unterbringung in privaten Wohnungen auswirken. Die Schätzergebnisse zeigen, dass Geflüchtete mit regionaler Wohnsitzauflage eine geringere Wahrscheinlichkeit aufweisen, erwerbstätig zu sein oder in einer privaten Unterkunft zu wohnen als Geflüchtete ohne eine solche Auflage. Dagegen gibt es keine eindeutigen Befunde hinsichtlich der Teilnahme an Integrationskursen und des Erwerbs deutscher Sprachkenntnisse.

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Bibliografische Angaben

  • Reihe: IAB-Kurzberichte
  • Auflage: 1
  • Erscheinungsdatum: 21.01.2020
  • Umfang: 8 Seiten
  • Artikelnr: 301028
  • Imprint: wbv Publikation
  • Sprache: Deutsch

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