Was ist die wbv OpenLibrary und was ist daran "Open"?

Durch das Crowdfunding ermöglicht ein Netzwerk von Einrichtungen, 20 Neuerscheinungen des Jahres 2020 in den Fachbereichen Erwachsenenbildung sowie Berufs- und Wirtschaftspädagogik auf dem goldenen Weg im Open Access zu veröffentlichen. Das heißt, dass die Bücher direkt nach Erscheinen digital frei verfügbar sind, für Leser:innen kostenlos und unter einer offenen Lizenz (fast immer CC-BY oder CC-BY-SA). Die Printfassung erscheint zu einem Ladenverkaufspreis von 49,90 € (Titel mit Umfang von bis zu 300 Seiten). 

Was kosten Open-Access-Publikationen und wie setzen sich die Kosten für das Pledging zusammen?

Publikationsgebühr gesamt pro Titel (bis 300 Seiten): 7.290,– € (netto)
- Davon Kostenzuschuss Autor:in: 2.490,– Euro (inkl. Satz, Korrektorat, 30 Abb. u.a.)
- Davon Kostenzuschuss Open Access: 4.800,– € (netto)

Kosten pro Titel je Einrichtung: 120,– € (netto)
(bei angenommenen 20 Titeln und 40 teilnehmenden Einrichtungen; inklusive 1 Printexemplar, Nennung der Einrichtung im Buch, etc.)

Kosten pro Einrichtung für 20 Titel: 2.400,– € (netto)
Garantierter Zugang für den Fall, dass das finanzielle Ziel nicht erreicht wird.

Warum bleibt der Autor:innenzuschuss trotz Finanzierung bestehen?

Der Betrag aus dem Crowdfunding deckt nicht die gesamten Kosten des Publikationsprojekts. Zudem soll durch den Autor:innenbeitrag sichergestellt werden, dass die Publikation auch dann erscheinen kann, wenn das Funding nicht zustande kommen sollte (dann mit kostenpflichtigem E-Book, dessen Verkaufserlöse zur Finanzierung beitragen). Wenn das Modell sich etabliert, wollen wir perspektivisch natürlich erreichen, sämtliche Kosten durch das Funding abzudecken, sodass das Publizieren auch für die Autor:innen nicht mehr mit oder mindestens mit wesentlich geringeren Kosten verbunden ist. Ob und wann das möglich wird, entscheidet die Anzahl der an der Finanzierung beteiligten Einrichtungen und dem Erfolg des Projekts.

Warum sollte ich noch teilnehmen, wenn die Mindestanzahl an Förderern schon erreicht ist?

Die festgelegte Mindestanzahl von 40 Einrichtungen dient der Deckelung der Kosten und der Sicherung der Finanzierbarkeit des Projekts. Nehmen 40 Einrichtungen teil, so sind die Kosten für die Open-Access-Veröffentlichung schon um ein Vielfaches günstiger, als wenn eine einzelne (Förder-)Institution die Buchpublikationsgebühr ("book processing charges") eines einzelnen Titels trägt. Gleichzeitig wird mehr erreicht als der klassische einer Publikation, da sie in den Open Access übergeht und von da an für alle Lesenden frei verfügbar und nutzbar wird. 

Mit Ihrer Beteiligung tragen Sie also zum einen zur Kostensenkung für alle und zum anderen zur Steigerung der Akzeptanz eines kooperativen Finanzierungsmodells für wissenschaftliche Open-Access-Monografien und -Sammelwerke bei.

Wie geht es nach dem Projekt weiter? Kann das Geschäftsmodell in dieser Form weitergeführt werden?

Abhängig von der Teilnehmerzahl und dem Erfolg des Projekts planen wir die Fortführung des Modells für die beiden Fachbereiche in den Folgejahren und, sofern wirtschaftlich tragbar, auch für weitere Fachbereiche. Besonders erstrebenswert wäre es, die Finanzierung auf längere Zeiträume auszuweiten und perspektivisch auf die Autor:innenzuschüsse ganz verzichten zu können. Darüber hinaus sind wir für weitere Kooperationen offen.