100 Jahre Volkshochschule – vhs im Dialog

HBV 4/2018: 100 Jahre Volkshochschule – vhs im Dialog

100 Jahre Volkshochschule: Die Ausgabe der Hessischen Blätter für Volksbildung steht ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres 2019. Aus unterschiedlichen Perspektiven auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft legen die Autor:innen eine vielschichtige Standortbestimmung vor.

So kommen in diesem Heft – neben "selbst"-reflexiven Beiträgen von Vertreterinnen und Vertretern aus dem unmittelbaren Umfeld von Volkshochschule – auch und insbesondere solche Personen und Persönlichkeiten zu Wort, die die Volkshochschule – mehr oder minder kritisch – von "außen" betrachten.

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Inhalt

Inhalt und Editorial (Kostenloser Download)

Annegret Kramp-Karrenbauer

Annegret Kramp-Karrenbauer
Heute wie vor 100 Jahren: Volkshochschulen sind Orte gelebter Demokratie

In ihrem Vorwort würdigt die Präsidentin des Deutschen Volkshochschulverbandes, Annegret Kramp-Karrenbauer, die Leistungen der Volkshochschulen über 100 Jahre hinweg. Mit vier Grundideen, die die Präsidentin für die Arbeit der Volkshochschulen als leitend ansieht, definiert sie den Rahmen von Volkshochschularbeit. Diese Rahmung bildet die Leitidee von Volkshochschule und ist die Sollschnur, an der sich die unterschiedlichen Vorstellungen einordnen lassen.

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Ulrich Klemm

Ulrich Klemm
Politische Bildung als Instrument gesellschaftlicher Veränderung

Wie gesellschaftspolitisch wirkmächtig können, dürfen und sollen Volkshochschulen sein? Ulrich Klemm zieht als Verbandsdirektor des sächsischen Volkshochschulverbandes aus der Perspektive eines internen Experten der vhs-Landschaft Bilanz über die historische Entwicklung der politischen Bildung an Volkshochschulen, erinnert an die ideengeschichtlichen Wurzeln und beschreibt die Entwicklung als durchaus wechselhaft und – durch Ressourcenbegrenzung – auch in ihren beschnittenen Potenzialen. Mündigkeit, Emanzipation und Autonomie sieht der Autor als Leitprinzipien der Volkshochschulbewegung. Die Würdigung von Volkshochschulen als Orte der Demokratie erkennt er als Prüfstein in der Entwicklung von Weiterbildungspolitik.

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Auf Anfrage der HBV-Redaktion reagierten alle Bundestagsfraktionen zu der Frage, wie gesellschaftspolitisch wirkmächtig Volkshochschulen sein "können, dürfen und sollen". Sie tun dies auf unterschiedliche Weise. Dabei werden die Volkshochschulen von den fachpolitischen Sprecherinnen und Sprechern der Fraktionen nicht durchgängig – wie von der Redaktion explizit gewünscht – nur mit dem Fokus auf die politische Bildung betrachtet, sondern tendenziell eher als Institution im Ganzen wahrgenommen. Das tut der Sache keinen Abbruch. Im Gegenteil: Es ist höchst aufschlussreich, welche Aufgaben Politikerinnen und Politiker den Volkshochschulen heute zuweisen. Lesen Sie die Statements von:

Astrid Mannes, MdB, CDU
Aktuelle Herausforderungen im Bereich der Politischen Bildung

Oliver Kaczmarek, MdB, SPD
Politische Bildung für den Zusammenhalt im Land

Götz Frömming, MdL, AfD
"Mehr Humboldt bitte!" Oder: Geburt und Werden der Volkshochschule aus dem Geist eines preußischen Reformers

Jens Brandenburg, MdB, FDP
Politische Bildung als Instrument gesellschaftlicher Verantwortung. Wie gesellschaftspolitisch wirkmächtig können, dürfen und sollen Volkshochschulen sein?

Birke Bull-Bischoff, MdB, DIE LINKE
Politische Bildung als Instrument gesellschaftlicher Veränderung. Wie gesellschaftspolitisch wirkmächtig können, dürfen und sollen Volkshochschulen sein?

Beate Walter-Rosenheimer, MdB, Bündinis 90/DIE GRÜNEN
Politische Bildung als Instrument gesellschaftlicher Veränderung. Wie gesellschaftspolitisch wirkmächtig können, dürfen und sollen Volkshochschulen sein?

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Hans-Hermann Groppe

Hans-Hermann Groppe
Kulturelle Bildung in d. vhsen als Herausforderung und Chance für eine weltoffene Bürgergesellschaft

Hans-Hermann Groppe von der Hamburger Volkshochschule (Programmbereichsleitung Kultur) rekonstruiert die Genese des Programmbereichs kulturelle Bildung und zeichnet aktuelle Entwicklungen sowie zukünftige Perspektiven nach. Der Artikel akzentuiert die Bereiche Kooperationen und Netzwerke, Integrationsbildungsarbeit im Kontext kultureller Bildung, Digitalisierung und den Zusammenhang von politischer und kultureller Bildung.

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Pius Knüsel

Pius Knüsel
Der Kulturbruttokoeffizient
Volkshochschulen und kulturelle Bildung

Pius Knüsel, Direktor der vhs Zürich, zeichnet in seinem Beitrag den Paradigmenwechsel im Selbstverständnis der Schweizer Volkshochschulen nach: von einer Angebotsorientierung, die dem Ruf nach Erwachsenenbildung im Sinne von Emanzipation und Chancen von Seiten der Betroffenen folgte zu einem funktionalen Paradigma, das die Defizitbehebung in den Fokus rückt. Der Beitrag plädiert für kulturelle Bildung als selbsterfüllende Antriebsfeder und Alleinstellungsmerkmal von Volkshochschule.

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Barbara Lison
Kulturelle Bildung als Herausforderung weltoffener Bürgergesellschaft

Welche Aufgaben kommen den Volkshochschulen im Blick auf Kunst und Kultur heute zu? Barbara Lison als Vorsitzende des Bibliothekenverbandes lädt ein zur Vernetzung und Kooperation der öffentlichen Bibliotheken und der Volkshochschulen. Dabei macht sie auf gelungene Beispiele der Verschränkung von Bildungs- und Veranstaltungsangeboten zwischen den Institutionen aufmerksam.

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Gabriele König

Gabriele König
Employability durch kulturelle Bildung

In dem Beitrag von Gabriele König, Leiterin der Dance Academy, dient kulturelle Bildung vor allem der Berufsfähigkeit (employability) und ist unverzichtbar für den Kompetenzerwerb in einer komplexen Welt lebenslangen Lernens.

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Anette Groth

Anette Groth
Die Rolle der Beruflichen Bildung an Volkshochschulen
Ein subjektiver Innenblick

Die Rolle der beruflichen Bildung an Volkshochschulen beleuchtet aus der „Innensicht“ Annette Groth als Fachbereichsleiterin Beruf und Karriere an der vhs Wiesbaden. Die Autorin plädiert für eine Bedeutungsverschiebung der beruflichen Bildung, die Persönlichkeitsentwicklung in den Fokus nimmt und von daher eine bezogen auf das vhs-Angebot insgesamt größere Gewichtung erhält. Der Beitrag setzt sich auch mit der im Kontext von Auftragsmaßnahmen orientierten Bildung auseinander und befragt diese hinsichtlich ihrer emanzipatorischen Potenziale.

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Ansgar Klinger

Ansgar Klinger
Wo und unter welchen Voraussetzungen werden vhsen als Vermittler berufl. Bildung künftig gebraucht?

Für den GEW-Hauptvorstand äußerst sich als „critical friend“ Ansgar Klinger, der sich – mit Rückblick auf die Erfolgsgeschichte des Berufsbildungsgesetzes (BBic) – für ein Bundesweiterbildungsgesetz stark macht, das einen bundesweiten normierenden Rahmen vorgibt, in dem Volkshochulen eine prominente Akteursrolle spielen können. Unter anderem werden Felder wie Grundbildung, Sprachenlernen und Bildungsberatung aufgeführt und die Einheit der Bildung erneut eingefordert.

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Jörg Dittrich
Berufliche Bildung als Gestaltungshilfe aktiver Berufsbiografie
Wo werden Volkshochschulen als Vermittler beruflicher Bildung künftig gebraucht?

Jörg Dittrich parallelisiert aus Sicht der Handwerkskammer Handwerk und Volkshochschulen mit Blick auf ihre gesellschaftliche Verankerung. Für die Stärkung der Berufsbildung sieht der Autor die Notwendigkeit, verstärkt Kulturtechniken als Grundlage lebensbegleitenden Lernens anzubieten, die Sprachausbildung auszubauen, Kompetenzen für alle im Umgang mit der Digitalisierung zu bilden, soziale Schlüsselkompetenzen im Kontext politischer Bildung zu vermitteln sowie die Bildungsberatung weiter zu professionalisieren und zu etablieren.

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Barbara Menke

Barbara Menke
Wo werden Volkshochschulen als Vermittler beruflicher Bildung künftig gebraucht?

Für Arbeit und Leben formuliert die Geschäftsführerin Barbara Menke Eindrücke und Erwartungen an die Volkshochschulen. Ein Schlüsselbegriff in der Argumentation ist der des „integrativen erwachsenenbildnerischen Konzepts“, welches eine wechselseitige Durchdringung von Qualifikation und Emanzipation zum Gegenstand hat. In ihrer Standortbesichtigung sieht auch Menke einen Gestaltungsansatz der Volkshochschulen, der weit über den Programmbereich Arbeit und Beruf hinausführt. Im Alphabetisierungs- und Grundbildungsbereich, insbesondere mit Arbeitsbezug, erkennt der Beitrag darüber hinaus besondere Herausforderungen für eine Gestaltungshilfe von gelingenden Berufsbiographien.

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Gregory Grund

Gregory Grund
Volkshochschule steht für lebenslanges Lernen
Lernen heißt Veränderung. Welche Anpassungen sehe ich für die vhs in den nächsten 100 Jahren?

Aus der Sicht eines jungen Unternehmens im Bereich der vornehmlich schulischen Medienbildung und digitalen Kompetenzvermittlung (Digitale Helden) formuliert Gregory Grund Perspektiven für zukunftsfähige Volkshochschularbeit. Dabei sieht der Autor in der vhs als physischen Ort weiterhin deren großes Potential, das es zu nutzen gilt: im Sinne eines lokalen und vernetzten Knotenpunkts mit Erstansprache- und Lotsenfunktion. Hierzu wünscht sich der Autor dieses Beitrags u. a. eine erhöhte Dialogfreudigkeit von Seiten der Volkshochschulen sowie strukturelle Weiterentwicklungen (Lernplattform, Kooperationen) und das Entwickeln von Formaten, die über das klassische Kursgeschehen hinausgehen.

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Wolfgang Seitter

Wolfgang Seitter
Herausforderung Volkshochschule: Rückblick - Einblick - Ausblick

Der Aufsatz von Wolfgang Seitter skizziert als Rückblende prägende Elemente der Volkshochschularbeit, wie sie sich seit der Gründung der Volkshochschulen zeigen lassen, kommentiert aus der Beobachtungsperspektive zweiter Ordnung das Spektrum der vorliegenden Statements und destilliert aus den aufgezeigten Strukturelementen einige zukünftige Aufgaben.

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100 Jahre Volkshochschule