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Thomas Prescher

Ökologisch Bilden

Modellierung von Lernzugängen zur nachhaltigen Entwicklung in Organisationen

Ökologisches Verhalten basiert auf innerer Überzeugung. Aber oft bleibt die Aufforderung zur Nachhaltigkeit ein leerer Appell. Der Autor erschließt Bildungs- und Lernansätze für eine sozioökologische Pädagogik der lernenden Organisation, die die ökologische Bildung gezielt in den sozialen Kontext einbettet.

Auf Basis von Programmanalysen und Dialoginterviews als empirische Rekonstruktion entwickelt der Autor ein bildungstheoretisches Modell mit zwölf Lernzugängen zu ökologischer Bildung für und in Organisationen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie die Beteiligten ihre Lebens- und Arbeitswelt verantwortungsbewusst mitgestalten können.

Die Ergebnisse werden anhand der bildungstheoretischen Kategorien von Selbstverhältnis, Fremdverhältnis und Weltverhältnis dargestellt. Die Interaktionen und Interaktionsverhältnisse innerhalb der Organisation werden sichtbar. Ökologische Bildung wird bildungstheoretisch beschreibbar als lebensweltlicher Erkenntnisprozess und Ansatz zur Problemlösung.
Vorwort
Abstract
Teil A: Theoretische Grundlagen zu einer ökologischen Bildung in und von Organisationen
1 Einführung - Der nachhaltige Akteur für einen systemischen Wandel
1.1 Ziel, Gegenstand und forschungsleitende Fragen der Untersuchung
1.2 Untersuchungsaufbau, Forschungsdesign und Zusammenfassung der Erkenntnisse
2 Systemisches Verständnis einer Strategie nachhaltiger Entwicklung: Perpektiven einer ökologischen Bildung in und von Organisationen
2.1 Subjektwissenschaftliches Naturverständnis sozialökologischer Bildungsforschung: Das Selbst als vierte Dimension nachhaltiger Entwicklung
2.2 Untersuchungseinheit sozialökologischer Bildungsforschung: Organisationen als Nahraum alltäglicher Lebens- und Erfahrungswelt
2.3 Berücksichtigung individueller und sozialer Bedingungen nachhaltiger Entwicklung: Ein systemisches Verständnis der Kompetenzentwicklung
2.4 Organisationen als Räume des Nachhaltigkeitslernens: Führung als Schnittstelle für ein individuelles und organisationales Lernen
2.5 Zwischenfazit: Ökologische Bildung als ein Verändern von Gemeinsamkeiten
3 Sozialökologische Bildungsforschung als Bedingungs-Prämissen-Analyse: Forschungsdesign und Forschungsmethoden
3.1 Triangulatives Forschungsdesign: Dialoginterviews und Programmanalyse im Rahmen einer Bedingungs-Prämissen-Analyse
3.2 Doppeltes Unschärfeproblem beim Forschungsgegenstand und bei den Einzelmethoden: Stimulus-Response-Konstellation und gezieltes Sampling
3.3 Programmanalyse: Samplingentscheidung zur Online-Inhaltsanalyse
3.4 Dialoginterviews: Samplingentscheidung als Extremgruppendesign
3.5 Dialoginterviews und Programmanalyse: Qualitative und quantitative Datenanalyse
3.6 Zwischenfazit: Typenbildendes Forschungsdesign als zweckmäßiger Ansatz für eine sozialökologische Bildungsforschung
Teil B: Zwölf Lernzugänge zur nachhaltigen Entwicklung
4 Konstitution und Konstruktion ökologischer Bildung: Mehrdimensionales Lernmodell der Selbst-, Fremd- und Weltverhältnisse
4.1 Selbstverhältnisse: Ökologische Bildung als Ausgestaltung lebenspraktischer Bezüge auf verschiedenen Handlungs- und Erfahrungsebenen
4.1.1 Handlungs- und Erfahrungsebenen der nachhaltigen Entwicklung: Nachhaltigkeit als achtsamer Be-ziehungsraum in Organisationen
4.1.2 Partizipationsportale: Thematisierung der Selbstverhältnisse zur Überwindung von organisationalen Wertekonflikten und Handlungsproblemen
4.2 Fremdverhältnisse: Ökologische Bildung als integrale Strategie und partizipative Gestaltung
4.2.1 Legitimationsmanagement: Ermöglichung einer nachhaltigkeitsorientierten Lernkultur
4.2.2 Fraktale Organisationen: Lernkulturmuster als Ansatzpunkte einer dynamischen Systementwicklung
4.3 Weltverhältnisse: Ökologische Bildung als Kulturaufgabe
4.3.1 Organisationale Wirklichkeitskonstruktionen nachhaltiger Entwicklung: Ökologische Bildung als Problemlösung und lebensweltbezogener Erkenntnisprozess
4.3.2 Inszenierung von Welt ohne Natur: Selbstentwicklung als Kulturaufgabe für eine Veränderung der Weltverhältnisse
4.4 Zwischenfazit: Triadisches Verständnis ökologischer Bildung für ein transindividuelles Lernen
5 Perspektiven einer ökologischen Bildung: Konsequenzen für eine nachhaltigkeitsorientierte Transformation in Organisationen
5.1 Konstitution ökologischer Bildung: Konstitutionslogischer Rahmen zur bildungstheoretischen Bestimmung nachhaltiger Entwicklung
5.2 Konstruktion ökologischer Bildung: Transformatives Lernen auf individueller und sozialer Ebene
5.3 Ökologische Bildung als transformationaler Bildungsprozess: Dialogische Selbsterforschung zur Ko-Konstruktion nachhaltiger Entwicklung
5.4 Desiderate: Pädagogische Herausforderungen in der Umsetzung des Beitrages zur ökologischen Bildungstheorie
Literaturverzeichnis
Anhang
Prof. Dr. Thomas Prescher (1978) lehrt Berufspädagogik an der Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth. Seine Arbeitsschwerpunkte sind die berufliche, systemische und sozialökologische Bildungsforschung.

weitere Infos

- Ökologische Bildung in und von Organisationen -

Ohne Menschen, die nachhaltig handeln, gibt es auch keine nachhaltige Entwicklung. Das Menschen nachhaltiges Handeln zwar als notwendig erkennen, aber es nicht umsetzen, liegt häufig an der mangelnden Verknüpfung mit der Lebens- und Alltagswelt. Um diese Lücke zu schließen hat der Bildungsforscher Thomas Prescher einen neuen Ansatz zur ökologischen Bildung entwickelt, in dem Menschen und Unternehmen eine zentrale Rolle spielen. In 'Ökologisch Bilden' stellt er seine Lernzugänge zur nachhaltigen Entwicklung in und von Organisationen vor.

Zwei Programme zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung von Unternehmen sowie zur Achtsamkeit im Unternehmensalltag bilden die Forschungsgrundlage. Aus ihnen rekonstruiert Prescher die aktuelle Praxis ökologischer Bildung empirisch, anhand von Programmanalysen und Dialoginterviews und leitet zwölf Lernzugänge als mehrdimensionales Modell ökologischer Bildung für und in Organisationen ab.

Thomas Prescher verknüpft die Frage nach dem Verhältnis individueller und kollektiver Lernprozesse mit der Rolle von Unternehmen und Organisationen als Vermittler zwischen der individuellen und der gesellschaftlichen Ebene ökologischer Bildung. Seine Arbeit, die ein gesellschaftlich zentrales Thema theoretisch fundiert, ist eine wichtige Grundlage für die Gestaltung von Angeboten zur nachhaltigen Bildung Erwachsener.

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Bibliografische Angaben

  • Reihe: Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen
  • Band: 34
  • Auflage: 1
  • Erscheinungsdatum: 15.07.2019
  • Umfang: 220 Seiten
  • Artikelnr: 6004595w
  • ISBN (Print): 9783763958313
  • ISBN E-Book (PDF): 9783763958320
  • Imprint: wbv Publikation
  • Sprache: Deutsch

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