Was ist die wbv OpenLibrary und was ist daran "Open"?

Durch das Crowdfunding ermöglicht ein Netzwerk von Bibliotheken und Wissenschaftsinstitutionen die Open Access Publikation von 20 Neuerscheinungen in den Fachbereichen Erwachsenenbildung sowie Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Alle Bücher sind direkt nach Erscheinen digital frei verfügbar, kostenlos und unter einer offenen Lizenz (fast immer CC-BY oder CC-BY-SA). Die Printfassung erscheint zu einem Ladenverkaufspreis von 49,90 € (Titel mit Umfang von bis zu 300 Seiten). 

Was kosten Open-Access-Publikationen und wie setzen sich die Kosten für das Pledging zusammen?

Publikationsgebühr gesamt pro Titel (bis 300 Seiten): 7.290,– € (netto)

  • Kostenzuschuss Autor:in: ENTFÄLLT 2022 dank Förderung vom BMBF 
  • Kostenzuschuss Open Access: 4.800,– € (netto), finanziert durch Bibliotheken
  • Kosten pro Titel je Einrichtung: 150,– € (netto)
    (bei angenommenen 20 Titeln und 32 teilnehmenden Einrichtungen; inklusive eines Printexemplars, Nennung der Einrichtung im Buch etc.)
  • Kosten pro Einrichtung für 20 Titel: 3.000,– € (netto)

Die angegebenen Nettopreise sind zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer mit vollem Steuersatz.

Warum bleibt der Autor:innenzuschuss trotz Finanzierung bestehen?

Der Betrag aus dem Crowdfunding deckt nicht die gesamten Kosten des Publikationsprojekts. Die letzten zwei Jahre war eines der Ziele, das Modell weiterzuentwickeln, sodass perspektivisch sämtliche Kosten durch das Funding abgedeckt werden können. In diesem Jahr hilft dabei die Finanzierung des Projekts OAdine durch das BMBF, in dem u.a. nach neuen Finanzierungsmodellen gesucht wird, damit die Autor:innenbeteiligung auch langfristig entfallen kann.

Wie geht es nach dem Projekt weiter? Kann das Geschäftsmodell in dieser Form weitergeführt werden?

Abhängig von der Teilnehmerzahl und dem Erfolg des Projekts planen wir die Fortführung des Modells für die beiden Fachbereiche in den Folgejahren und, sofern wirtschaftlich tragbar, auch für weitere Fachbereiche. Besonders erstrebenswert wäre es, die Finanzierung auf längere Zeiträume auszuweiten und perspektivisch weiterhin auf die Zuschüsse der Autorinnen und Autoren verzichten zu können. Daran arbeiten wir konkret innerhalb des BMBF-geförderten Projekts OAdine bis 2023. Darüber hinaus sind wir für weitere Kooperationen offen.