20 Jahre "Berufsbildung, Arbeit und Innovation"

Die Reihe Berufsbildung, Arbeit und Innovation (BAI) ist seit vielen Jahren das Herzstück des wbv-Programms Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Grundlage ihrer langen und erfolgreichen Geschichte sind die Publikationsreihen "Forschung, Konferenzen, Studientexte” und "Dissertationen/Habilitationen", die vom ITB-Institut der Universität Bremen ab 2001 bei wbv begründet wurden.

Mit den Herausgebern Klaus Jenewein (Magdeburg) und Peter Röben (Oldenburg) etablierte sich die Reihe schnell als Forum für Theorie und Praxis der Berufs- und Wirtschaftspädagogik mit Schwerpunkt im gewerblich-technischen Bereich.
Die Unterreihe Dissertationen/Habilitationen bot auch jungen Wissenschaftler:innen die Gelegenheit für ihre ersten Buchveröffentlichungen. Zu den ersten Autor:innen dieser Unterreihe gehörten z.B. Dieter Münk, heute Professor für Berufspädagogik/Berufsbildungsforschung (Duisburg-Essen), Manuela Niethammer, heute Professorin für Bautechnik, Holztechnik sowie Farbtechnik und Raumgestaltung/Berufliche Didaktik (Dresden) oder Lars Windelband, heute Professor für Technik und ihre Didaktik (Schwäbisch Gmünd).

Konferenzpublikationen z.B. der BAG-Elektrometall, Studientexte z. B. von Jörg-Peter Pahl und Frank Bünning sowie eine große Zahl an Forschungsbänden mit vielen Herausgeber:innen und Autor:innen etablierten die Reihen als wichtiges Forum der Community.

2007 ergänzte Georg Spöttl (Flensburg) das Herausgebergremium und manifestierte an der Seite von Klaus Jenewein und Peter Röben die zentrale Stellung der Reihe. 2013 trat Marianne Friese in den Herausgeberkreis ein.
Damit öffnete sich die Reihe thematisch für den Bereich der personenbezogenen Berufsbildung und der Arbeitslehre. Aus den ITB-Reihen wurden 2016 die BAI Hauptreihe sowie BAI – Dissertationen und Habilitationen. Unter diesem Namen informieren sie heute eine weite wissenschaftliche Fachleserschaft von Studierenden bis zu etablierten Wissenschaftler:innen und Praktiker:innen über Innovations- und Forschungspotenziale in der beruflichen Bildung. Seit 2019 komplettiert Susan Seeber (Göttingen) das Herausgebergremium und bringt wirtschaftspädagogische Expertise in die Neuerscheinungen der Reihe ein.

Die Buchreihe wird in Planung und Qualitätssicherung von einem Beirat begleitet, der aus 16 renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besteht.

Insgesamt sind in 20 Jahren über 120 Bände zu einem breiten Themenspektrum in der Reihe erschienen. Jährlich kommen 8 - 12 neue Bände hinzu, über 60 Publikationen sind aktuell lieferbar. Seit einigen Jahre steigt der Anteil von Open-Access-Publikationen und im Rahmen einer BMBF-Förderinitiative wurde 2021 ein beachtlicher Teil der Backlist in Open Access transformiert.

Prof.in Dr.in habil. Marianne Friese

Zum Jubiläum "20 Jahre Berufsbildung, Arbeit und Innovation" darf ich auf 15 Jahre meiner Mitarbeit zurückblicken. Nach meiner Tätigkeit im wissenschaftlichen Beirat seit 2007 konnte ich die BAI seit 2013 als Mitherausgeberin in einer hervorragenden Zusammenarbeit mit dem W. Bertelsmann Verlag (heute wbv Media) begleiten. Ein Blick auf die Themenvielfalt der Sammelbände und Monografien zeigt, dass sich das Profil der Reihe erheblich erweitert hat. Neben dem zunächst auf technisch-gewerbliche Berufsbildung ausgerichteten Fokus sind inzwischen einschlägige Publikationen zur personenbezogenen und wirtschaftspädagogischen Berufsbildung sowie zur beruflichen Lehramtsausbildung und Arbeitslehre getreten.

Mit der Öffnung der Reihe für akademische Ausbildung sowie Weiterbildung und mit der Weiterung auf internationale Perspektiven hat die BAI-Reihe den berufsbildungswissenschaftlichen und bildungspolitischen Diskurs der Berufs- und Wirtschaftspädagogik ganz entscheidend geprägt. Von hoher Relevanz ist auch die Dissertations- und Habilitationsreihe, die eine sichtbare Platzierung von Erträgen der jüngeren Forschungsgeneration ermöglicht.

Einen innovativen Beitrag leistet nicht zuletzt die Ausrichtung auf grundlagen- und anwendungsorientierte Berufsbildungsforschung, die ein Fachpublikum aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie aus schulischen und betrieblichen Politik- und Praxisfeldern adressiert. Es ist zu erwarten, dass sich dieser breite Personenkreis noch durch E-Books und Open Access erweitert.

Ein Dank gehört dem wbv, der diese produktive Entwicklung der BAI-Reihe seit 20 Jahren mit hohem Engagement unterstützt. Damit verbunden ist der Wunsch, diese Arbeit zukunftsweisend und nachhaltig fortzuzusetzen.

Prof.in Dr.in habil. Marianne Friese

Prof. Dr. paed. Klaus Jenewein

20 Jahre "Berufsbildung, Arbeit und Innovation", von denen ich selbst 17 Jahre als Mitherausgeber begleiten durfte, haben sich für die gewerblich-technische berufliche Bildung gelohnt: In mehr als 120 Buchveröffentlichungen und in einer konstruktiven und engagierten Zusammenarbeit mit dem W. Bertelsmann Verlag (heute wbv Media) hat die Reihe in beruflicher Aus- und Weiterbildung, Bildungspolitik, Bildungsadministration, Arbeits- und Bildungswissenschaften u. a. m. die Fachdiskussion mitgestaltet und geprägt.

Vor dem aktuellen Hintergrund von Digitalisierung, E-Book- und Open-Access-Publikationen gehe ich davon aus, dass die Publikationsreihe in Zukunft noch wichtiger wird und das Potenzial besitzt, einen breiten Adressatenkreis zu erreichen sowie unsere Community aus dem gesamten deutschsprachigen Raum anzusprechen. In diesem Sinne freue ich mich gemeinsam mit dem Verlag auf die nächsten 20 Jahre.

Prof. Dr. paed. Klaus Jenewein

Prof.in Dr.in Susan Seeber

Ich gehöre seit 2019 der Herausgebergruppe der BAI-Reihe an. Meine Mitwirkung habe ich gerne zugesagt, weil die Reihe ein sehr breites Spektrum an Themen der Berufsbildungsforschung abdeckt und die Verbreitung von Erkenntnissen aus der Forschung zur beruflichen Bildung hervorragend unterstützt. Diese Erfolge sind nicht zuletzt auf die exzellente Zusammenarbeit mit dem W. Bertelsmann Verlag zurückzuführen.

Zu nennen sind hier nicht nur die intensive Betreuung von Autor:innen auf dem Weg zur Publikation, sondern auch die Aktivitäten des Verlags bei Tagungen und in wissenschaftlichen Netzwerken sowie im Verbund mit Bibliotheken.

Mit der Reihe wurde ein attraktives Kommunikationsmedium für den disziplin- und forschungsfeldübergreifenden wissenschaftlichen Austausch in der Berufs- und Wirtschaftspädagogik etabliert, das sowohl über Herausgeberbände einen breiten Zugriff auf aktuelle Fragen der Berufsbildungsforschung aus verschiedenen Blickwinkeln ermöglicht als auch über Monografien Wissenschaftler:innen Gelegenheit zur vertieften Auseinandersetzung mit einem Thema gibt.

Open Access und eine schrittweise Öffnung in Richtung internationaler Platzierung der Reihe sind sehr tragfähige konzeptuelle Weiterentwicklungen, die die Sichtbarkeit der Forschung aus der Berufsbildungsforschung erhöhen werden.

Daher ein besonderer Dank an den Verlag, der diese Initiativen hervorragend unterstützt und mit neuen Ideen zur Attraktivität der Reihe beiträgt.

Prof.in Dr.in Susan Seeber

Prof. Dr. Dr. h. c. Georg Spöttl M. A.

Bereits in der Gründungsphase war ich an der Ausgestaltung der Reihe "Berufsbildung, Arbeit und Innovation" (BAI) beteiligt, um in der Folge die Reihe als Beirat und rund 13 Jahre als Mitherausgeber zu unterstützen. Ging es in den ersten Jahren darum, ein überzeugendes Organ für die gewerblich-technische Berufsbildung zu schaffen und vor allem dafür interessante Publikationen zu kanalisieren, so wurde im vergangenen Jahrzehnt der Fokus erheblich erweitert und auf alle Felder der Berufsbildung ausgedehnt.

Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Entwicklungsphase haben die Veröffentlichungen in der vom W. Bertelsmann Verlag getragenen Reihe erheblich die berufsbildungspolitischen Diskussionen mitgeprägt und zu deren sachlichen Gestaltung beigetragen.

Die aktuelle dritte Entwicklungsphase der Reihe basiert auf den Möglichkeiten der Digitalisierung und schlägt sich nieder in E-Books und Open-Access-Publikationen. Zudem erscheinen die ersten englischsprachigen Ausgaben. Damit sind Chancen geschaffen, einen breiten und internationalen Leserkreis zu erreichen.

Das ist genügend Anlass, dem sehr engagierten Verlag weiterhin viel Erfolg mit der Reihe zu wünschen.

Prof. Dr. Dr. h. c. Georg Spöttl M. A.