INA-Pflege-Toolbox 2

INA-Pflege-Toolbox 2

Die Materialien der INA-Pflege-Toolbox 2 bieten passgenaue Lehr- und Lernmaterialien für gering literalisierte Erwachsene, die für die Pflegehilfe qualifiziert werden oder bereits dort tätig sind.

Sexualität im Alter, Stress und Belastungen im Beruf, häufige Krankheitsbilder im Alter, Prophylaxen, Interkulturelle Herausforderungen und Ernährung – die INA-Pflege-Toolbox 2 bietet eine Vielzahl von Übungen, Vorlagen und Unterrichtsanregungen zu diesen Themen.

Mit der INA-Pflege-Toolbox 2 können Bildungseinrichtungen berufspraktische Weiterbildungsangebote für Menschen mit geringer Literalität konzipieren und umsetzen.

INA-Toolbox-2

  • Publikation als Lose-Blatt-Sammlung
  • Struktur in Module, Bausteine und Lerneinheiten
  • Erstellung von sowohl Lerner- als auch Dozentenarbeitsblättern
  • starker Praxisbezug aufgrund zahlreicher Fallbeispiele
  • kleinschrittiges Vorgehen
  • übersichtliche grafische Gestaltung
  • Sprachlupen (Übungen zur Sprachförderung)
  • binnendifferenzierte Übungen zur Berücksichtigung unterschiedlicher Kompetenzniveaus
  • Übungen zur Sprachförderung speziell für Lernende nichtdeutscher Herkunftssprache
  • weitgehender Verzicht auf Nummerierungen und andere Ordnungssysteme innerhalb der
    Aufgaben
  • Übernahme des Prinzips "nur ein Satz pro Zeile bzw. eine Sinneinheit pro Zeile" aus der
    Leichten Sprache
  • Angebot von gleichen Aufgabentypen in unterschiedlichen Formaten zur Ansprache
    verschiedener Lerntypen
  • Markierung der Dozentenarbeitsblätter mithilfe eines schraffierten Streifens am rechten
    Rand zum leichteren Auffinden

LernendenFür wen sind die Lehr- und Lernmaterialien?

Das Unterrichtsmaterial wurde für Menschen deutscher und nichtdeutscher Herkunftssprache mit Schwierigkeiten im Lesen, Schreiben, Rechnen und/oder Kommunizieren entwickelt.
Eingesetzt werden soll es damit zuvorderst in niedrigschwelligen Qualifizierungen, wie Pflegebasis- und Pflegehilfequalifizierungen. Dabei werden Schriftsprachkenntnisse ab Alpha-Level 4 vorausgesetzt. D. h., die Lernenden sollten in der Lage sein, drei bis acht Sätze mit jeweils maximal 9 Wörtern verstehend zu lesen und/oder zu schreiben.

Lehr- und LernmaterialienWann können sie eingesetzt werden?

Die Lehr- und Lernmaterialien sind als Unterstützungsangebot für Lehrkräfte in der Pflegehilfe gedacht.

Die Lerneinheiten bieten Hilfen an, die auch der Spezifik der Kurse Rechnung tragen, Menschen mit geringen Grundbildungskenntnissen für die Pflegehilfe zu qualifizieren. Dabei sollen unterschiedliche Lernerfahrungen, fachliches Vorwissen, sprachliche Kompetenzen und kulturelle Hintergründe Beachtung finden.

Die Berücksichtigung dieser Komponenten erklärt auch den großen Umfang der INA-Pflege-Toolboxen bzw. einzelner Module. Dennoch haben die Unterrrichtsmaterilien nicht den Anspruch, die Themen erschöpfend abzudecken. Hinweis zur Entwicklung der Materialien: Zu den jeweiligen Themen haben im ersten Schritt Pflegelehrkräfte Unterrichtsmateralien entwickelt. Sie haben hierbei Entscheidungen u. a. bzgl. des zu bearbeitenenden Umfangs und der jeweiligen zu bearbeitenden Tiefe der Themen getroffen. Im zweiten Schritt wurden methodisch-didaktische Überarbeitungen und Vereinheitlichungen an den Materialien durch das INA-Pflege-Team vorgenommen.

EinsatzWie können die Lehr- und Lernmaterialien eingesetzt werden?

  • Die Arbeitsblätter sind nicht als Selbstlernmaterial konzipiert.
  • Ihr Einsatz bedarf pädagogischer Planung und Lenkung.
  • Sie als Lehrkraft sind mit Ihrer fachlichen und pädagogischen Kompetenz unverzichtbar.
  • Sie können die Materialien zeitlich und inhaltlich flexibel in Ihre Curricula einbinden. Die Module sind frei kombinierbar. Das bedeutet aber auch, dass über die Module keine Progression der sprachlichen Anforderungen abgebildet werden kann, wie sie notwendig ist, um höhere Stufen der Sprachkompetenz zu erreichen.
  • Gleichzeitig bieten wir an zahlreichen Stellen Hinweise zur Binnendifferenzierung, welche die Möglichkeit zum adaptiven Unterricht geben, um u. a. unterschiedlichen sprachlichen Niveaus der Lernenden zu begegnen.