Hermann-Schmidt-Preis 2011

"Modelle zur Nachwuchssicherung durch duale Berufsausbildung"

Vier Projekte für herausragende Leistungen ausgezeichnet 

Ziel des zum 15. Mal verliehenen Hermann-Schmidt-Preises war es, Projekte und Initiativen auszuzeichnen, die Modelle zur Nachwuchssicherung durch duale Berufsausbildung erfolgreich entwickelt und nachweislich umgesetzt haben.

Der Verein "Innovative Berufsbildung e.V." hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem jährlich von ihm verliehenen Hermann-Schmidt-Preis auf innovative Ansätze in der Berufsbildungspraxis aufmerksam zu machen, diese zu fördern und als gute Beispiele zur Nachahmung zu empfehlen.

Die Preisverleihung fand anlässlich des 6. Berufsbildungskongresses des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) am 19. September 2011 in Berlin statt.

 v.l.n.r. obere Reihe: Prof. Dr. Reinhold Weiß (BIBB), Ralf Jansen (AOK Hamburg/Rheinland), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser (BIBB), Jörg Faulstich (SMA Solar Technology, Günther Daiß (Waiblingen), Albrecht Bühler (Nürtingen)
untere Reihe: Arndt W. Bertelsmann (W. Bertelsmann Verlag), Mareike Dolderer (Nürtingen), Martina Fischmann (SMA Solar Technology AG), Petra Pigerl-Radtke (AOK Bildungszentrums), Wolfgang Gwiasda (Weidmüller Interface GmbH), Dr. Niggemann (Weidmüller Akademie)


Aus den zum Wettbewerb eingereichten 35 Initiativen gingen als Sieger hervor:

Hermann-Schmidt-Preisträger 2011: (3.000 Euro): „Berufsorientierungskonzept 2011 als Modell der Zukunft“
Weidmüller Interface GmbH & Co. KG, Detmold

Beim diesjährigen Hermann-Schmidt-Preisträger handelt es sich um ein vom Unternehmen initiiertes und finanziertes Berufsorientierungskonzept in Kooperation mit örtlichen Haupt-, Real- und Gesamtschulen sowie Gymnasien und Bildungsdienstleistern. Ziel ist es, Jugendliche für den eigenen Fachkräftenachwuchs in technischen Berufen zu gewinnen. Das Konzept ist stufenförmig, altersgerecht, systematisch und nachhaltig angelegt und umfasst zweieinhalb Jahre. Die Jury betont den innovativen, übertragbaren Charakter des Projekts und würdigt insbesondere den alle Schulformen umfassenden Ansatz, der Schüler/-innen unterschiedlichster Stärken und Potenziale und sozialer Herkunft zusammenführt.

Kontakt: Wolfgang Gwiasda, Weidmüller Interface,
Ohmstr. 9, 32758 Detmold, Tel.: 0 52 31 / 14 -13 32,
E-Mail: wolfgang.gwiasda@weidmueller.de,
Internet: www.weidmueller-akademie.de



Sonderpreis (1.000 Euro): „Qualifizierung der Praxisausbilder“, AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse, Düsseldorf

Ziel des Projekts ist es, die Qualifizierung der „ausbildenden Fachkräfte“ nachhaltig zu professionalisieren, um diese besser darauf vorzubereiten, Jugendliche mit unterschiedlichen Ausbildungsvoraussetzungen individuell zu fördern und zu einem erfolgreichen Berufsabschluss zu begleiten. Das neu entwickelte Curriculum umfasst 48 Unterrichtsstunden und endet mit einer Prüfung, deren Ergebnisse auf die Ausbildereignungsprüfung nach AEVO angerechnet werden können. Damit ist ein Anschluss der Maßnahme an das berufspädagogische Qualifikationssystem des Bundes gewährleistet. Die Jury würdigt, dass sich das Projekt insbesondere auf die wichtige Gruppe der „ausbildenden Fachkräfte“ konzentriert, und lobt den ausgeprägten Verwertungs- und Transfercharakter des Curriculums.

Kontakt: Petra Pigerl-Radtke, AOK Rheinland/Hamburg,
Schwarzer Weg 5 -7, 41515 Grevenbroich, Tel.: 0 21 81 / 693 -12 3,
E-Mail: petra.pigerl-radtke@rh.aok.de,
Internet: www.aok.de/rh


Sonderpreis (1.000 Euro): „Förderung von Jugendlichen im Ausbildungsberuf Elektroanlagenmonteur – unter besonderer Berücksichtigung von Hauptschülerinnen und Hauptschülern“,
SMA Solar Technology AG, Niestetal

Um gezielt Jugendliche mit schwachen Hauptschulabschlüssen zu fördern, stellt das Unternehmen seit 2007 jährlich in Kooperation mit örtlichen Schulen 15 bis 18 Ausbildungsplätze im Aus bildungsberuf des Elektroanlagenmonteurs zur Verfügung. Sechs davon werden von drei umliegenden Gesamtschulen in Eigenregie vergeben. Um den Erfolg sicherzustellen, hat das Unternehmen eine Vielzahl ausbildungsbegleitender Maßnahmen etabliert und einen Sozialpädagogen eingestellt. Die erste, neun Jugendliche umfassende Gruppe hat die Ausbildung inzwischen erfolgreich beendet; alle Auszubildenden wurden vom Unternehmen übernommen. Die Jury würdigt das Projekt als eine vorbildliche, auf Nachhaltigkeit angelegte Initiative einer eigenfinanzierten betrieblichen Förderung insbesondere benachteiligter bzw. leistungsschwächerer Hauptschüler/-innen.

Kontakt: Martina Fischmann, SMA Solar Technology AG,
Sonnenallee 1, 34266 Niestetal, Tel.: 05 61 / 95 22 -26 51,
E-Mail: martina.fischmann@sma.de,
Internet: www.sma.de



Sonderpreis (1.000 Euro): „Unternehmerinitiative für bessere Ausbildung in der Grünen Branche“, Initiative für Ausbildung, Nürtingen

Beim prämierten Projekt handelt es sich um eine Unternehmerinitiative zur Qualitätssicherung und -entwicklung in den „Grünen Berufen“, an der sich bundesweit zurzeit 52 Betriebe beteiligen. Mittels eines verbindlichen, zwölf Punkte umfassenden Kriterienkatalogs und der Verleihung eines „Gütesiegels“ steigern die Unternehmen die Ausbildungsqualität, verhelfen insbesondere lernschwächeren Jugendlichen zu einem erfolgreichen Ausbildungsabschluss und sichern den eigenen Fachkräftenachwuchs. Die Jury würdigt insbesondere den umfassenden Ansatz von der Ausbildung der Jugendlichen bis zur Fortbildungsförderung des Ausbildungspersonals mit einem breiten Angebot an unterstützenden Maßnahmen.

Kontakt: Albrecht Bühler, Initiative für Ausbildung,
Hindenburgstr. 67, 72622 Nürtingen, Tel.: 07 11 / 36 50 50 0,
E-Mail: albrecht@buehler-teamwork.de,
Internet: www.bühler-teamwork.de


(Quelle: Pressemitteilung des Vereins Innovative Berufsbildung e.V.
vom 19.9.2011)

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Die prämierten und nominierten Projekte zum Hermann-Schmidt-Preis 2011 stellt eine Broschüre des Vereins für Innovative Berufsbildung e.V. vor. 

Preisträger Hermann-Schmidt-Preis 2011, (PDF 1,95 MB)


Verein Innovative Berufsbildung und Hermann-Schmidt-Preis

1996 gründete der W. Bertelsmann Verlag gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung den gemeinnützigen "Verein Innovative Berufsbildung" mit dem Ziel, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen.

Mit dem Hermann-Schmidt-Preis zeichnet der Verein Innovative Berufsbildung seit 1997 jährlich besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung aus.

Preisträger und Projekte von 1997 bis 2011

2010 lautete das Wettbewerbsthema "Berufliche Bildung für Umweltschutz und eine nachhaltige Entwicklung". Die Jury vergab drei Haupt- und zwei Sonderpreise an herausragende Projekte.  Mehr zum Hermann-Schmidt-Preis 2010

2009 stand der Wettbewerb unter dem Motto "MINT-Zusatzqualifikationen: Für eine leistungsstarke Berufsausbildung". Näheres zu den Preisträgern und dem Wettbewerb erfahren Sie hier.

2008 stand der Hermann-Schmidt-Preis unter dem Thema "Berufliche Bildung zwischen Fördern und Fordern - Bildungskonzepte für unterschiedliche Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener". Die Preisträger und ihre Projekte stellt die BWP-Spezial vor.


2007
lautete das Wettbewerbsthema des Hermann-Schmidt-Preises "Attraktivität und Internationalisierung beruflicher Bildung durch Auslandsaufenthalte steigern".
Die Preisträger 2007 sind ...

2006 konnte der Wettbewerb seine zehnte Preisverleihung feiern. Das Thema des Jubiläumsjahres lautete: "Innovative Wege in die betriebliche Berufsausbildung".
Die Preisverleihung fand in Anwesenheit des Namensgebers Professor Hemann Schmidt auf der wbv-Fachtagung "Perspektiven Ausbildung in Deutschland" statt. Mehr Infos zu Preisträgern und Projekten finden Sie hier ...

2005 wurde der Preis für Innovative Ansätze zur Förderung von regionalen Kooperationen in der Berufsbildung verliehen. Informationen zu den Preisträgern und Projekten finden Sie hier ...

2004 stand der Wettbewerb unter dem Thema Kundenorientierung in der beruflichen Bildung - Neue Wege in der Berufsbildung in allen Branchen und Ausbildungsberufen. Weitere Informationen zu Preisträgern und Projekten finden Sie hier ...

2003 ging der Hermann-Schmidt-Preis an Betriebe, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, die besondere Leistungen bei der Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung von Frauen insbesondere in den IT-Berufen vorweisen konnten. Weitere Informationen ...

2002 wurde der Hermann-Schmidt-Preis für besondere Leistungen bei der Förderung der beruflichen Bildung von Migrantinnen und Migranten vergeben.

2001 wurde der Hermann-Schmidt-Preis für besondere Leistungen bei der Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung vergeben.

2000 wurden Preise für besondere Leistungen bei der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung verliehen.

1999 wurden besondere Leistungen bei der Einführung der neuen Informations- und Telekommunikationsberufe sowie der Medienberufe ausgezeichnet.

1998 wurden besondere Leistungen ausgezeichnet, bei der die Gestaltung und Verbesserung der "Lernortkooperation" zur Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen unter besonderer Berücksichtigung der Qualtitätssteigerung der Berufsausbildung im Dualen System im Vordergrund standen.

1997 wurde der Preis erstmals vergeben und honorierte herausragende Lösungswege bei der Organisation und Durchführung einer "Beruflichen Bildung im Ausbildungsverbund"



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