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Hermann Schmidt Preis

Hermann-Schmidt-Preis 2009

Hermann-Schmidt-Preis 2009

"Mint Zusatzqualifikationen: Für eine leistungsstarke Berufsausbildung"
Drei Projekte für herausragende Konzepte ausgezeichnet

Im Wettbewerb um die fähigsten Köpfe der Zukunft muss die duale Berufsausbildung attraktive und innovative Ausbildungsangebote für leistungsstarke und leistungswillige Jugendliche bereithalten. Denn um international wettbewerbsfähig zu bleiben, benötigt die deutsche Wirtschaft hoch qualifi zierte Fachkräfte – insbesondere in den MINT-Bereichen (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Dies stellt die Berufsausbildung vor neue Herausforderungen. Zusatzqualifikationen sind ein Instrument,  diesem Bedarf zu entsprechen und die Qualität und Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu steigern.

Betriebe können mit Zusatzqualifikationen zeitnah und flexibel auf veränderten Qualifizierungsbedarf reagieren und erhalten so eine Ausbildung „nach Maß“. Zusatzqualifikationen tragen somit dazu bei, Innovationen der Wirtschaft zügig umzusetzen und die Berufsbildung inhaltlich zu erweitern. Darüber hinaus können sie die engere Verzahnung der beruflichen Aus- und Weiterbildung unterstützen, da sie bereits während der Ausbildung Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten vermitteln, die auf Weiterbildungsgänge oder anerkannte Fortbildungen angerechnet werden können. In der beruflichen Bildung steigern Zusatzqualifikationen somit maßgeblich die Attraktivität von Bildungswegen.

Mit dem Thema des bereits zum 13. Mal verliehenen Hermann-Schmidt-Preises sollen Projekte und Initiativen hervorgehoben werden, die die duale Berufsausbildung durch die Entwicklung von attraktiven Ausbildungsangeboten mit MINT-Zusatzqualifi kationen fördern. Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“ hat sich zum Ziel gesetzt, mit dem jährlich von ihm verliehenen Hermann-Schmidt-Preis auf innovative Ansätze in der Berufsbildungspraxis aufmerksam zu machen, diese zu fördern und als gute Beispiele zur Nachahmung zu empfehlen.

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Aus den zum Wettbewerb eingereichten Initiativen gingen als Sieger hervor:

1. Preis (3.000 Euro): Das Projekt „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten am Hybridfahrzeug“ der BMW AG

Mit Einzug der umweltfreundlichen und innovativen Hybridtechnologie im Automobilbereich ist es unabdingbar geworden, angehende Kfz-Mechatroniker und -Mechatronikerinnen intensiv auf den Einsatz der neuen Technologie vorzubereiten. Aus diesem Grund hat die BMW AG die Zusatzqualifi kation „Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten am Hybridfahrzeug“ in ihre duale Berufsausbildung integriert. Neben den technischen Komponenten, z. B. der Hochvolttechnik, spielen insbesondere Fragen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes eine wichtige Rolle. Bei Bestehen der Facharbeiterprüfung und der im dritten Ausbildungsjahr vermittelten Zusatzqualifikation erhalten die Jugendlichen ein gesondertes Zertifikat, das die Zusatzqualifikation ausweist. Die Jury würdigt die Vorbildfunktion des Projektes und unterstreicht die enge Anbindung an die Berufsausbildung „Kfz-Mechatroniker/-in“ sowie seine Arbeitsplatz und Arbeitsmarktrelevanz.

Kontakt: Helmut Kroneder, BMW AG, Petuelring 130, 80788 München,
E-Mail: helmut.kroneder@bmw.de, Internet: www.bmwgroup.com

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2. Preis (2.000 Euro): Das Projekt „IT-Fachberater mit Bachelor of Arts“ der Siemens AG

In nur dreieinhalb Jahren erreichen die Jugendlichen, die das Kombinationsmodell der Siemens AG durchlaufen, drei Abschlüsse:

• Fachinformatiker/-in Systemintegration bzw. Anwendungsentwicklung
• Fachberaterzertifikat über die Zusatzqualifikation
• Bachelor of Arts (Studiengang Betriebswirtschaft)

Auf diese Weise bildet das Unternehmen hoch qualifizierte Nachwuchs-Fachkräfte für die IT-orientierten Geschäftsbereiche aus. Sie erwerben neben den spezifischen Fachinhalten der dualen Ausbildung zum/zur Fachinformatiker/-in zusätzlich Kenntnisse des Betriebssystems Microsoft Vista und Linux und können das Business English Certificate der Cambridge University erlangen. Nach dem Start im Jahr 2005 mit 20 Auszubildenden nehmen inzwischen über 200 an diesem Modell teil. Das innovative Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Kompetenzerweiterung und Karriereentwicklung.

Es schafft einen transparenten und durchlässigen Ausbildungs-, Fortbildungs- und Studiengang mit guten Arbeitsmarktchancen.

Kontakt: Ulrich Plattmann; Siemens AG, Heinz-Nixdorf-Ring 1, 33106 Paderborn,
E-Mail: ulrich.plattmann@siemens.com, Internet: www.siemens.de/ausbildung


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3. Preis (1.000 Euro): Das Projekt „Fachinformatiker/-in Systemintegration mit Zusatzqualifikation (FSZ)“

Ziel der dualen Erstausbildung Fachinformatiker/-in Systemintegration mit Zusatzqualifikation des Oberstufenzentrums Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT) ist es, dem drohenden IT-Fachkräftemangel vorzubeugen. Die dreijährige Ausbildung umfasst neben Bereichen wie Systemintegration, Netzwerkadministration, Erstellung von IT-Konzepten für die Konfiguration von Hard- und Software eine Reihe von technik- und sprachenbezogenen Zusatzqualifikationen.

Über einen sogenannten Unternehmerführerschein werden den Auszubildenden grundlegende betriebs- und volkswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt. Diese tragen zur Stärkung der ökonomischen und sozialen Kompetenz der jungen Menschen bei. Die Jury würdigt zudem die internationale Ausrichtung der Zusatzqualifikation. Derzeit nehmen an diesem Angebot 90 Auszubildende teil. Im Jahr 2010 werden weitere 45 FSZ-Auszubildende hinzukommen.

Kontakt: Karl-Heinz Schiffl, Oberstufenzentrum Informations- und Medizintechnik (OSZ IMT), Haarlemer Straße 23–27, 12359 Berlin, E-Mail: schiffl@oszimt.de, Internet: www.oszimt.de

Kurzdarstellungen der prämierten und weiterer zum Wettbewerb eingereichter Projekte enthält eine Beilage zum Heft 5/2009 der BIBB-Fachzeitschrift „Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis – BWP“. Die Beilage kann kostenlosim Internetangebot des BIBB heruntergeladen werden unter www.bibb.de/hermann-schmidt-preis

Die Preisverleihung fand im Rahmen des 10. Christiani Ausbilderinnen- und Ausbildertages am 24.09.2009 in Konstanz statt.


Der Verein „Innovative Berufsbildung e.V.“

wurde 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war. 


Verein Innvovative Berufsbildung und Hermann-Schmidt-Preis

1996 gründete der W. Bertelsmann Verlag gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung den gemeinnützigen "Verein Innovative Berufsbildung" mit dem Ziel, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen.

Mit dem Hermann-Schmidt-Preis zeichnet der Verein Innovative Berufsbildung seit 1997 jährlich besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung aus.

Preisträger Hermann-Schmidt-Preis 2006

Preisträger und Projekte von 1997 bis 2008

2008 stand der Hermann-Schmidt-Preis unter dem Thema "Berufliche Bildung zwischen Fördern und Fordern - Bildungskonzepte für unterschiedliche Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener".  Die Preisträger und ihre Projekte stellt  die BWP-Spezial vor.

2007
lautete das Wettbewerbsthema des Hermann-Schmidt-Preises "Attraktivität und Internationalisierung beruflicher Bildung durch Auslandsaufenthalte steigern".
Die Preisträger 2007 sind ...

2006 konnte der Wettbewerb seine zehnte Preisverleihung feiern. Das Thema des Jubiläumsjahres lautete: "Innovative Wege in die betriebliche Berufsausbildung". Die Preisverleihung fand in Anwesenheit des Namensgebers Professor Hemann Schmidt auf der wbv-Fachtagung "Perspektiven Ausbildung in Deutschland" statt. Mehr Infos zu Preisträgern und Projekten finden Sie hier ...

2005 wurde der Preis für Innovative Ansätze zur Förderung von regionalen Kooperationen in der Berufsbildung verliehen. Informationen zu den Preisträgern und Projekten finden Sie hier ...

2004 stand der Wettbewerb unter dem Thema Kundenorientierung in der beruflichen Bildung - Neue Wege in der Berufsbildung in allen Branchen und Ausbildungsberufen. Weitere Informationen zu Preisträgern und Projekten finden Sie hier ...

2003 ging der Hermann-Schmidt-Preis an Betriebe, Schulen und andere Bildungseinrichtungen, die besondere Leistungen bei der Förderung der beruflichen Aus- und Weiterbildung von Frauen insbesondere in den IT-Berufen vorweisen konnten. Weitere Informationen ...

2002 wurde der Hermann-Schmidt-Preis für besondere Leistungen bei der Förderung der beruflichen Bildung von Migrantinnen und Migranten vergeben.

2001 wurde der Hermann-Schmidt-Preis für besondere Leistungen bei der Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen in der beruflichen Bildung vergeben.

2000 wurden Preise für besondere Leistungen bei der Förderung von Benachteiligten in der beruflichen Bildung verliehen.

1999 wurden besondere Leistungen bei der Einführung der neuen Informations- und Telekommunikationsberufe sowie der Medienberufe ausgezeichnet.

1998 wurden besondere Leistungen ausgezeichnet, bei der die Gestaltung und Verbesserung der "Lernortkooperation" zur Ausbildung in Betrieben und Berufsschulen unter besonderer Berücksichtigung der Qualtitätssteigerung der Berufsausbildung im Dualen System im Vordergrund standen.

1997 wurde der Preis erstmals vergeben und honorierte herausragende Lösungswege bei der Organisation und Durchführung einer "Beruflichen Bildung im Ausbildungsverbund".

Hermann-Schmidt-Preis 2009

Der Hermann-Schmidt-Preis 2009 wurde am 24.9.  im Rahmen des 10. Christiani Ausbilderinnen- und Ausbildertages in Konstanz verliehen.

Informationen zu den Preisträgern finden Sie als PDF-Dokument zum Download.

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