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Jahrgang 2011

Hessische Blätter für Volksbildung 01/2011
Öffentlicher Raum und politische Bildung

Hessische Blätter für Volksbildung 01/2011
Herausgeber: hvv-Institut der Hessischen Volkshochschulverbände gGmbH
Themenbereich: Erwachsenenbildung
Erscheinungsjahr: 2011
Band-Nr.: 01/2011
ISSN: 0018-103X
Artikelnummer: HBV1101W
(Preis inkl. gesetzlicher Mehrwertst. zuzüglich Versandkosten)
Preis
Aus dem Inhalt: Perspektiven des Öffentlichen und öffentlicher Auftrag Edgar Grande: Strukturwandel der Demokratie ¿ Politische Bildung in der globalisierten Mediengesellschaft Klaus Hebborn: Kommunalität und öffentliche Daseinsvorsorge in der Weiterbildung Klaus: Meisel Perspektiven des Öffentlichen und die öffentlich verantwortete Volkshochschule Politische Erwachsenenbildung als Raum öffentlicher Verständigung Joachim Twisselmann: Den gesellschaftlichen Umbruch zum Aufbruch der Menschen machen ¿ Evangelische Erwachsenenbildung knüpft bürgerschaftliche Netzwerke im strukturschwachen ländlichen Raum Nordostbayerns Stefanie Hajak, Susanne May: Mitten in der Stadt Mitten in Europa - Politische Erwachsenenbildung als öffentliches Forum Aus dem Inhalt: Perspektiven des Öffentlichen und öffentlicher Auftrag Edgar Grande: Strukturwandel der Demokratie ¿ Politische Bildung in der globalisierten Mediengesellschaft Klaus Hebborn: Kommunalität und öffentliche Daseinsvorsorge in der Weiterbildung Klaus: Meisel Perspektiven des Öffentlichen und die öffentlich verantwortete Volkshochschule Politische Erwachsenenbildung als Raum öffentlicher Verständigung Joachim Twisselmann: Den gesellschaftlichen Umbruch zum Aufbruch der Menschen machen ¿ Evangelische Erwachsenenbildung knüpft bürgerschaftliche Netzwerke im strukturschwachen ländlichen Raum Nordostbayerns Stefanie Hajak, Susanne May: Mitten in der Stadt Mitten in Europa - Politische Erwachsenenbildung als öffentliches Forum

Aus dem Inhalt:

Editorial
Susanne May, Wolfgang Seitter: Öffentlicher Raum und die Bildung des Politischen

Verortungen
Stine Marg, Franz Walter: Der Ort der Volkshochschulen in der Verfassungslehre Hermann Hellers und der demokratiepolitischen Diskussion der Weimarer Republik
Jürgen Oelkers: Bildung und Demokratie als Lebensform
Ingeborg Nordmann: Das Miteinander Sprechen und Handeln - Hannah Arendts Begriff von Öffentlichkeit als Modell für den Diskussionsraum der Erwachsenenbildung

Zwischenruf
Peter Euler: Bildung zur Demokratie und gesellschaftlicher Lernzwang - oder verschwindet die Bildung im Lernen?

Perspektiven des Öffentlichen und öffentlicher Auftrag
Edgar Grande: Strukturwandel der Demokratie - Politische Bildung in der globalisierten Mediengesellschaft
Klaus Hebborn: Kommunalität und öffentliche Daseinsvorsorge in der Weiterbildung
Klaus: Meisel Perspektiven des Öffentlichen und die öffentlich verantwortete Volkshochschule

Politische Erwachsenenbildung als Raum öffentlicher Verständigung
Joachim Twisselmann: Den gesellschaftlichen Umbruch zum Aufbruch der Menschen machen - Evangelische Erwachsenenbildung knüpft bürgerschaftliche Netzwerke im strukturschwachen ländlichen Raum Nordostbayerns
Stefanie Hajak, Susanne May: Mitten in der Stadt Mitten in Europa - Politische Erwachsenenbildung als öffentliches Forum

Einzelne Artikel (PDF): Preis
Rubrik: Inhalt
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von May, Susanne; Seitter, Wolfgang
Rubrik: Editorial
S. 3 - 5
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von Marg, Stine; Walter, Franz
Rubrik: Verortungen
S. 6 - 13
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Hermann Heller (1891-1933) war einer der wenigen sozialdemokratischen Staatsrechtler in der Weimarer Republik. Die demokratische Volksbildung bildete ein konstitutives Teilstück seiner Verfassungslehre. Als Jude und Sozialist standen Heller etliche Barrieren für eine akademisch-universitäre Karriere im Weg; erst 1931 erhielt er in Frankfurt eine ordentliche Professur. Wohl auch deshalb hatte er die ersten Jahre nach der Habilitation als Volksbildner in Leipzig verbracht. Im Kern verstand er Volksbildung als Arbeiterbildung. Auf ihn ging ein singuläres Experiment der Volkshochschulbewegung in Deutschland zurück: die Arbeiterbildungsheime, in denen junge Industriearbeiter und Intellektuelle gemeinsam wohnten, lebten und an den Abenden studierten. Für Heller war das Leipziger Volksbildungsprojekt ein Beitrag zum Abbau sozialer Disparitäten und zur Herstellung einer größeren kulturellen Homogenität in der deutschen Gesellschaft. Praxis und Theorie verknüpften sich bei Heller, da die Kategorien der 'Disparität' und 'Homogenität' Schlüsselbegriffe auch in seinen Werken zum 'sozialen Rechtsstaat' bildeten.
von Oelkers, Jürgen
Rubrik: Verortungen
S. 14 - 22
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In den USA war die Frage, wie Bildung organisiert werden kann, von Beginn an mit dem Konzept der Demokratie verknüpft. Sowohl John Dewey als auch Georg Herbert Mead verstanden Demokratie nicht in erster Linie als politischen Mechanismus der Machtteilung, sondern als Lebensform, die auch in den Schulen gelebt werden soll. Ziel ist die Partizipation, d. h. die Fähigkeit, sich am Prozess des wechselseitigen Abstimmens beteiligen zu können. Voraussetzungen dafür sind die Bereitschaft zur Kooperation, aber auch das Ermöglichen von Beteilung bei Entscheiden. Wenn 'Gesellschaft' nicht mehr als geschlossene Einheit verstanden werden kann, die autoritär regiert wird, müssen die Interessen der unterschiedlichen Gruppen auf faire Weise ausgetauscht werden, ist Partizipation am gemeinsamen Gut vordringlich und muss für eine ständige Neuanpassung der Institutionen gesorgt sein.
von Nordmann, Ingeborg
Rubrik: Verortungen
S. 23 - 31
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In Arendts Konzeption des öffentlichen Raums spielen Reflexionen über die eigene Dimension des Intersubjektiven jenseits der Mittel-Zweck-Bedingung eine große Rolle. Das hat dazu geführt, dass Arendt den verschiedenen Modi des Miteinandersprechens und Zuhörens eine besonderte Aufmerksamkeit gewidmet hat. Ihre subtilen Differenzierungen über das Bezugsgewebe zwischen den Menschen, das nur aus subjektiven Begegnungen, Wahrnehmungen und Urteilen besteht, bildete eine Art regulativer Idee für die Frage, welche Bedeutung ihre Überlegungen auch für die politische Erwachsenenbildung haben könnten. Das Experiment mit Arendts Ansatz hat in der Evangelische Stadtakademie Frankfurt zu neuen Erfahrungen und Formen der Offenheit zwischen den Vielen geführt, die mit einem Dialog zwischen zwei Personen nicht gleich zu setzen sind und als bewohnbare Distanzen bezeichnet werden können.
von Euler, Peter
Rubrik: Zwischenruf
S. 32 - 41
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Die Parallelität des Zustands von 'Bildungsapartheid' (Sünker) mit dem herrschenden Dauergerede von Bildung als angeblich wichtigster politischer Aufgabe erweist sich bei präziser Analyse einerseits als international von postdemokratischen Institutionen ausgehende Kommodifizierung der Bildung und andererseits als Etablierung einer simplifizierten Bildungstheorie. Bildung soll nämlich in systemkonformem Lernen aufgehen. Da aber die 'Verallgemeinerung von Bildung' (Heydorn) eine notwendige Voraussetzung demokratischer Gesellschaften ist, wird die Einsicht in den sich verschärfenden Widerspruch von Bildung und Lernen zum neuen kategorischen Imperativ einer jeden Bildungsarbeit.
von Grande, Edgar
Rubrik: Thema
S. 42 - 50
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In diesem Beitrag wird argumentiert, dass sich die inneren Funktionsbedingungen der Demokratie in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend geändert haben - und unter den Bedingungen der Globalisierung und Medialisierung der Politik noch weiter ändern werden. Aus diesem Grund unterscheidet sich die politische Praxis in modernen Demokratien zu Beginn des 21. Jahrhunderts grundlegend von den Modellen, die die normative Demokratietheorie zur Verfügung stellt. Die Herausbildung globalisierter Mediengesellschaften führt nicht nur dazu, dass sich der Stellenwert der politischen Bildung ändert, gleichzeitig ändert sich auch ihr Aufgabenfeld. Die neuen Aufgaben der politischen Bildung reichen weit über die Vermittlung von 'Kompetenzen' zur besseren Nutzung politischer Beteiligungsmöglichkeiten hinaus.
von Hebborn, Klaus
Rubrik: Thema
S. 51 - 60
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Die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise ist zum wiederholten Male Anlass für eine grundsätzliche ordnungspolitische Diskussion über Umfang und Aufgaben der Kommunen. In diesem Zusammenhang ist auch die Weiterbildung als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge betroffen. Kommunalität und Daseinsvorsorge sind seit jeher konstitutive Elemente der öffentlichen Verantwortung in der Weiterbildung. Daran sollte auch und gerade in Zeiten der Krise vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und im Sinne des notwendigen lebenslangen Lernens festgehalten werden. Zwischen Ländern und Kommunen muss eine Verständigung über die zukünftige Gestaltung der öffentlichen Verantwortung in der Weiterbildung erfolgen. Dabei sollten die Aspekte der flächendeckenden Grundversorgung, der Pluralität und der Chancengerechtigkeit im Vordergrund stehen. Dies schließt eine auskömmliche Länderfinanzierung der Weiterbildung ein. Weitere Kürzungen der Länderförderung können von den Kommunen nicht aufgefangen werden und gefährden die Volkshochschulen und die Weiterbildungsarbeit in den Kommunen existenziell. Die Sicherung von Zukunftsfähigkeit in der Weiterbildung erfordert einen breiten Ansatz, bestehend aus einer stabilen Weiterbildungsinfrastruktur und Strukturveränderungen, auf den verschiedenen Handlungsebenen.
von Meisel, Klaus
Rubrik: Thema
S. 61 - 68
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Das zunehmend fragiler werdende Verhältnis zwischen 'öffentlich' und privat' wird als Ausgangspunkt zu Perspektiven des Öffentlichen und zum zukünftigen Stellenwert der öffentlich verantworteten Volkshochschulen genommen. Rückblickend werden die bildungspolitischen Einengungen der öffentlichen Verantwortung nachgezeichnet und vor diesem Hintergrund konzeptionell-didaktische Entwicklungen reflektiert. Die weitgehend stabile Verankerung der Volkshochschulen in den Kommunen als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge wird als Ausgangspunkt genommen, eine aktuelle Diskussion zur Standortbestimmung der Volkshochschulen einzuordnen.
von Twisselmann, Joachim
Rubrik: Thema
S. 69 - 75
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von Hajak, Stefanie; May, Susanne
Rubrik: Thema
S. 76 - 84
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Der Beitrag zeichnet den etwa 15-jährigen Lern- und Veränderungsprozess in der politischen Bildungsarbeit einer ländlichen Evangelischen Heimvolkshochschule nach. Angesichts sich dramatisch zuspitzender gesellschaftlicher Problemlagen im regionalen Umfeld entwickelte sie sich immer stärker zum vernetzenden und qualifizierenden Akteur in der regionalen politischen Kultur. Selbstverständlich gibt es weiterhin auch die klassischen diskursiven Forums- und Bildungsveranstaltungen, aber der Charakter der gesamten Institution hat sich gewandelt. Sie wird immer stärker zu einem bedeutenden 'Ort öffentlicher Verständigung' für die ganze Region. Ein neuer Name bringt dies deutlich zum Ausdruck: Aus der Evangelischen Heimvolkshochschule wurde das 'Evangelische Bildungsund Tagungszentrum Alexandersbad'.
Rubrik: Berichte
S. 85 - 90
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Rubrik: Berichte
S. 91
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Rubrik: Diskussion
S. 92 - 96
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Rubrik: Rezensionen
S. 97 - 99
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Rubrik: Autorinnen und Autoren/Gutachter
S. 100
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